Der Zahlungsdienstleister PayPal kommt einfach nicht zur Ruhe. Nach einem enttäuschenden Weihnachtsquartal und dem plötzlichen Abgang von CEO Alex Chriss rollt nun die nächste Welle auf das Unternehmen zu. Mehrere US-Anwaltskanzleien haben heute Sammelklagen wegen mutmaßlichen Wertpapierbetrugs eingereicht.
Schwache Zahlen und ein plötzlicher Chefwechsel
Auslöser für die juristischen Schritte ist der massive Kurseinbruch im Februar. Damals enttäuschte PayPal den Markt mit einem stagnierenden Wachstum im wichtigen „Branded Checkout“-Segment, das auf magere ein Prozent abrutschte. Auch Umsatz und Gewinn verfehlten die Erwartungen der Wall Street. Besonders schwer wog jedoch der Ausblick: Statt des erhofften Gewinnwachstums von acht Prozent für 2026 stellte das Management einen Rückgang in Aussicht und kassierte gleichzeitig die langfristigen Ziele für 2027. Als Konsequenz musste CEO Alex Chriss seinen Hut nehmen. Seit dem 1. März soll nun der ehemalige HP-Manager Enrique Lores das Ruder herumreißen.
Klagen und Analysten-Downgrades
Die Kläger werfen dem alten Management vor, Investoren gezielt über die Zuverlässigkeit der Wachstumsprognosen getäuscht zu haben. Makroökonomische Risiken seien heruntergespielt worden. Neben dem juristischen Druck belasten auch institutionelle Faktoren den Titel. So flog PayPal kürzlich aus dem S&P 100 Index. Analysten reagierten ebenfalls auf den Vertrauensverlust. Canaccord Genuity senkte das Kursziel radikal von 100 auf 42 US-Dollar und verwies auf die schwache Wettbewerbsposition sowie die trüben Ertragsaussichten.
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Strategische Partnerschaften als Ausweg
Der tiefe Fall spiegelt sich deutlich im Chart wider. Seit Jahresanfang hat das Papier knapp 21 Prozent an Wert verloren und notiert aktuell bei 39,27 Euro – weit entfernt vom 52-Wochen-Hoch bei 67,50 Euro. Um den Abwärtstrend zu stoppen, setzt das neue Management auf strategische Allianzen. Eine geplante Integration in ChatGPT von OpenAI soll Millionen von Händlern neue KI-gestützte Verkaufskanäle eröffnen. Zudem kündigte PayPal eine Partnerschaft mit Sabre und Mindtrip für den Reisesektor sowie die Teilnahme an Mastercards Krypto-Programm an.
Für den neuen CEO Enrique Lores ist die Aufgabenliste damit klar definiert. Er muss die juristischen Auseinandersetzungen managen und gleichzeitig das stagnierende Kerngeschäft gegen Tech-Giganten wie Apple und Google verteidigen. Die angekündigten KI-Partnerschaften markieren dabei den ersten konkreten Versuch, verlorene Marktanteile im digitalen Zahlungsverkehr zurückzuerobern.
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