PayPal Aktie: Harter Umbruch

PayPal tauscht den CEO aus, nachdem das Unternehmen die Quartalsziele verfehlte und eine schwache Prognose abgab. Die Aktie notiert nahe ihrem Jahrestief.

Kurz zusammengefasst:
  • Überraschender Führungswechsel nach nur zweieinhalb Jahren
  • Umsatz und Gewinn verfehlten Analystenerwartungen
  • Ausblick für 2026 prognostiziert Stagnation oder Rückgang
  • Mehrere Analystenhäuser senken Kursziele drastisch

PayPal kommt nicht zur Ruhe. Nach enttäuschenden Quartalszahlen und einer schwachen Prognose zieht der Konzern drastische Konsequenzen: Ein überraschender CEO-Wechsel soll das Ruder herumreißen. Während die Aktie seit Jahresbeginn fast 29 Prozent an Wert verloren hat, steht der Payment-Riese vor einer fundamentalen Neuausrichtung unter neuer Führung.

Überraschender Chefwechsel

Die Geduld des Boards ist offenbar am Ende. Wie das Unternehmen ankündigte, wird Enrique Lores ab dem 1. März 2026 die Führung übernehmen. Lores, der zuvor als CEO von HP tätig war, ersetzt den bisherigen Chef Alex Chriss, der erst im September 2023 angetreten war. Laut Berichten war die Unzufriedenheit über das Tempo der operativen Veränderungen ausschlaggebend für die Personalentscheidung. Dass ein CEO nach nur zweieinhalb Jahren gehen muss, wertet der Markt als klares Signal, dass die bisherige Turnaround-Strategie nicht die erhofften Früchte getragen hat.

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Zahlen und Prognose belasten

Auslöser für die Unruhe sind die jüngsten Ergebnisse des vierten Quartals 2025. PayPal verfehlte sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn die Erwartungen der Analysten. Noch schwerer wiegt jedoch der Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr 2026. Statt des von Experten erhofften Wachstums von rund 8 Prozent stellte das Management lediglich eine Stagnation oder einen leichten Rückgang des bereinigten Ergebnisses in Aussicht.

Diese Kombination aus verfehlten Zielen und düsterer Prognose setzte die Aktie massiv unter Druck. Der Kurs notiert aktuell bei 35,63 Euro und damit in der Nähe des 52-Wochen-Tiefs.

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Insider-Verkäufe im Kontext

Inmitten dieser Turbulenzen sorgte eine Meldung über Aktienverkäufe durch Suzan Kereere, President of Global Markets, für Aufsehen. Sie veräußerte Anteile im Wert von rund 1,56 Millionen Dollar. Hier ist jedoch eine wichtige Einordnung nötig: Der Verkauf erfolgte auf Basis eines sogenannten „Rule 10b5-1“-Plans, der bereits im März 2025 – also vor fast einem Jahr – festgelegt wurde. Solche automatisierten Verkaufspläne dienen dazu, den Verdacht des Insiderhandels zu vermeiden. Die Transaktion ist somit keine Panikreaktion auf die aktuelle Geschäftslage, sondern ein lange geplanter Vorgang.

Analysten senken Daumen

Die Reaktion der Wall Street auf die operative Entwicklung fiel dennoch harsch aus. Mehrere Analysehäuser revidierten ihre Kursziele drastisch nach unten. Besonders deutlich wurde Canaccord Genuity, wo das Kursziel von 100 Dollar auf 42 Dollar mehr als halbiert wurde. Die Experten verweisen auf den verschärften Wettbewerb und makroökonomische Gegenwinde, die das Wachstum im Marken-Checkout und bei „Buy-Now-Pay-Later“-Angeboten bremsen.

Strategische Partnerschaften und Ausblick

Trotz der Krise gibt es Versuche, das Geschäft zu modernisieren. Mitte Februar kündigte PayPal eine KI-Partnerschaft mit Sabre und Mindtrip an, um Buchungsprozesse im Reisebereich zu verbessern. Ob solche Initiativen ausreichen, um das Ruder herumzureißen, bleibt abzuwarten. Der neue CEO Enrique Lores steht ab März vor der enormen Herausforderung, das Vertrauen der Investoren zurückzugewinnen und den Konzern gegen die wachsende Konkurrenz neu aufzustellen.

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