PayPal Aktie: KI-Fantasie trifft Realität

PayPal positioniert sich mit Integrationen bei OpenAI und Microsoft neu und erhält Rückenwind durch vertagte US-Zölle. Die Aktie bleibt jedoch deutlich unter ihrem Jahreshoch.

Kurz zusammengefasst:
  • Neue KI-Kooperationen mit OpenAI und Microsoft
  • Makro-Rückenwind durch vertagte US-Zölle
  • Aktie notiert deutlich unter Jahreshoch
  • Nächster Test mit Quartalszahlen im Februar

PayPal versucht, seine Geschichte neu zu schreiben: Weg vom Bremsklotz „Wachstumssorgen“, hin zu einer Plattform für alltägliche Finanzen mit starker KI-Komponente. Neue Kooperationen mit OpenAI und Microsoft sollen genau dieses Bild stützen. Gleichzeitig sorgt die Entspannung im globalen Handelskonflikt für Rückenwind – doch reicht das, um den deutlichen Kursverfall der vergangenen Monate nachhaltig zu stoppen?

KI-Strategie als neuer Aufhänger

Im Zentrum steht der Versuch, PayPal als Drehscheibe für „Everyday Finance“ und KI-gestützten Handel zu positionieren. Am Mittwoch rückte vor allem eine Partnerschaft mit OpenAI in den Fokus: Die PayPal-Wallet soll direkt in ChatGPT integriert werden. Ziel ist es, Zahlungen nahtlos in Konversationsoberflächen einzubetten – ein direkter Angriff auf den wachsenden Markt für einkaufsorientierte KI-Assistenten.

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Parallel dazu baut PayPal sein Ökosystem über mehrere Kooperationen aus:

  • Microsoft Copilot: Einbindung in Microsofts KI-Assistent, um „AI Shopping“ zu ermöglichen. Nutzer sollen Einkäufe direkt aus dem Assistenten heraus abwickeln können.
  • Steuerdienste: Partnerschaft mit „april“, um US-Debitkartenkunden seit Januar 2026 eine kostenlose Steuererklärung anzubieten – ein weiterer Baustein in Richtung Alltagsfinanzen.
  • Mitarbeiterleistungen: Kooperation mit Paychex über PayPal Direct Deposit, um Gehalts- und Benefits-Ströme stärker in das eigene System zu ziehen.
  • Rewards: Erweiterung des Zugangs zu digitalen Geschenkkarten mit 5 % Cashback über Blackhawk Network, um die Attraktivität des Belohnungsprogramms zu erhöhen.

Diese Maßnahmen zielen klar darauf ab, das Bild einer auslaufenden Wachstumsstory zu korrigieren. Am Markt wurde die Kehrtwende zuletzt skeptisch gesehen, doch insbesondere die prominenten KI-Integrationen mit ChatGPT und Microsoft Copilot lieferten am Mittwoch einen neuen erzählerischen Ansatz, der kurzfristig Käufer anzog.

Makro-Rückenwind durch Zoll-Pause

Neben den Produktneuigkeiten profitierte die Aktie von einem Stimmungsumschwung an den Märkten. US-Präsident Donald Trump kündigte am 21. Januar per Social Media an, geplante Zölle auf europäische Importe, die ursprünglich zum 1. Februar greifen sollten, vorerst zu vertagen.

Diese Zollpause löste eine „Risk-on“-Bewegung aus, von der vor allem Zahlungsdienstleister mit hohem grenzüberschreitendem Volumen profitierten. PayPal gehört klar in diese Kategorie und war damit einer der direkten Gewinner der geopolitischen Entspannung.

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Analystenseitig bleibt das Bild gemischt. Während es zu Monatsbeginn mehrere Herabstufungen von Häusern wie Stephens und Goldman Sachs gab, bestätigte die DZ Bank am 21. Januar ihre Kaufempfehlung. Das unterstreicht, wie unterschiedlich Bewertung und Wachstumsperspektiven derzeit interpretiert werden.

Bewertung unter Druck, Story im Umbau

Trotz der Erholung am Mittwoch bleibt der übergeordnete Trend klar negativ. Die Aktie liegt auf Sicht von zwölf Monaten deutlich hinter dem S&P 500 zurück; während der Index 2025 kräftig zulegen konnte, verlor PayPal im gleichen Zeitraum rund ein Drittel bis zwei Fünftel an Wert.

Diese Schwäche hat die Bewertung spürbar zusammengedrückt: Das Unternehmen wird inzwischen mit einem Forward-KGV von unter 10 gehandelt – deutlich unter dem eigenen Fünfjahresschnitt und dem Median des S&P 500. Befürworter sehen darin eine „Value“-Geschichte: In ihren Augen preist der Markt ein sehr pessimistisch gefärbtes Szenario ein, das weder die Basis von 438 Millionen Konten noch die starke Cashflow-Generierung angemessen würdigt. Aus dem früheren Wachstumsfavoriten der Pandemie-Zeit ist damit aus Bewertungslogik eher ein klassischer Substanzwert geworden.

Technisch bleibt das Bild jedoch fragil. Der Kurs notiert knapp über seinem jüngsten 52‑Wochen-Tief, der RSI hatte sich zuvor in den überverkauften Bereich unter 30 bewegt – ein Muster, das häufig einer technischen Gegenbewegung vorausgeht. Aktuell steht die Aktie bei 48,00 Euro und damit gut 44 % unter ihrem 52‑Wochen-Hoch von Anfang Februar 2025, was den Druck der letzten Monate klar widerspiegelt.

Ausblick: Quartalszahlen als Nächster Test

Der nächste harte Prüfstein ist bereits terminiert: Am 3. Februar 2026 legt PayPal die Zahlen für das vierte Quartal vor. Analysten rechnen mit einem Gewinn je Aktie von rund 1,28 bis 1,29 US‑Dollar nach 1,19 US‑Dollar im Vorjahresquartal. Beim Umsatz wird ein Zuwachs von etwa 4,7 % auf 8,78 Milliarden US‑Dollar erwartet.

Entscheidend dürfte weniger sein, ob diese Erwartungen punktgenau getroffen werden, sondern welche Hinweise das Management zum frühen Effekt der neuen KI-Integrationen und zur Marge der Transaktionen im Jahr 2026 liefert. Bis dahin bleibt der Titel anfällig für makroökonomische Nachrichten und weitere Details zur Umsetzung der angekündigten Partnerschaften. Gelingt es PayPal, bei den Zahlen sowohl operativ als auch strategisch zu überzeugen, könnte der jüngste Bodenversuch die Basis für eine nachhaltigere Erholung legen.

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