PayPal Aktie: Michael Burry setzt auf steigende Kurse
PayPal übertrifft mit Q2-Ergebnis die Erwartungen, während prominente Investoren wie Michael Burry auf Kursgewinne setzen und andere Großanleger ihre Positionen reduzieren.

Kurz zusammengefasst
- Gewinn je Aktie übertrifft Prognosen
- Umsatz steigt um 4,8 Prozent
- Burry hält Long-Position im Depot
- Analysten raten mehrheitlich zum Halten
Der Zahlungsdienstleister PayPal rückt zum Ende der Handelswoche verstärkt in den Fokus der Anleger. Während das Unternehmen mit seinen jüngsten Geschäftszahlen die Erwartungen des Marktes übertreffen konnte, sorgt vor allem die Positionierung namhafter Investoren für Gesprächsstoff.
Insbesondere die Nachricht, dass der bekannte Investor Michael Burry PayPal in seinem Portfolio als Long-Position führt, verleiht dem Titel zusätzliche Aufmerksamkeit, während die institutionelle Anlegerbasis insgesamt eine hohe Dynamik bei den Positionsveränderungen aufweist.
Solide Bilanz und verlässliche Ausschüttungen
Das Unternehmen präsentierte für das zweite Quartal einen bereinigten Gewinn pro Aktie (EPS) von 1,38 US-Dollar. Damit lag das Ergebnis deutlich über dem Marktkonsens, der im Vorfeld von 1,28 US-Dollar ausgegangen war.
Auch beim Umsatz konnte PayPal ein Wachstum verzeichnen: Mit 8,68 Milliarden US-Dollar steigerten die US-Amerikaner ihre Erlöse im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,8 Prozent. Diese Zahlen unterstreichen die operative Stabilität des Konzerns in einem wettbewerbsintensiven Marktumfeld für digitale Bezahllösungen.
Parallel zur Geschäftsentwicklung hält das Management an seiner Ausschüttungspolitik fest. PayPal zahlt eine vierteljährliche Dividende in Höhe von 0,14 US-Dollar pro Aktie, was einer aktuellen Dividendenrendite von etwa 0,9 Prozent entspricht. Für Anleger sind hierbei zwei Termine wichtig: Der Ex-Tag für die kommende Ausschüttung wurde auf den 4. September festgelegt, die Auszahlung an die Aktionäre soll am 25. September erfolgen.
Gegensätzliche Signale der Großinvestoren
Trotz der positiven Quartalszahlen zeigt sich bei institutionellen Investoren ein gemischtes Bild. Medienberichten zufolge haben namhafte Vermögensverwalter ihre Anteile zuletzt deutlich reduziert. So verringerte OFI Invest Asset Management seine Position im zweiten Quartal um 56 Prozent und verkaufte rund 1,95 Millionen Aktien.
Auch Chicago Trust Co NA und Handelsbanken Fonder AB meldeten Anteilsverkäufe. Das Commonwealth of Pennsylvania Public School Employees Retirement System reduzierte seine Beteiligung ebenfalls um 9,2 Prozent und hält nun noch Bestände im Wert von rund 8,4 Millionen US-Dollar.
Dem stehen jedoch gezielte Zukäufe gegenüber. Thompson Investment Management erhöhte seinen Anteil um 7,4 Prozent auf nunmehr 246.784 Aktien. Zudem nutzte Y Intercept Hong Kong Ltd das zweite Quartal für einen Neueinstieg und baute eine Position von über 75.000 Aktien auf.
Besondere Beachtung findet jedoch Michael Burry, der für seine antizyklischen Wetten bekannt ist. Während Burry für den breiten Markt vor einem größeren Rückschlag warnt, setzt er bei PayPal auf steigende Kurse und behält den Titel in seinem Portfolio.
Analysteneinschätzungen und Marktstimmung
Das allgemeine Echo der Analysten bleibt vorerst abwartend. Der Konsens der Beobachter stuft die Aktie derzeit mehrheitlich mit „Hold“ ein, wobei das durchschnittliche Kursziel bei 55,72 US-Dollar taxiert wird. Am heutigen Freitag notiert das Papier im deutschen Handel bei 52,22 € und verzeichnet damit ein leichtes Minus von 0,7 %.
Trotz der kurzfristigen Konsolidierung zeigt der Trend der letzten Wochen nach oben. Mit dem aktuellen Kursniveau liegt PayPal rund 20 % über seinem 50-Tage-Durchschnitt, was auf eine technische Erholung hindeutet.
Anleger beobachten nun genau, ob die Unterstützung durch prominente Investoren wie Burry ausreicht, um den Kurs nachhaltig über die aktuellen Widerstände zu heben, während das Unternehmen gleichzeitig seine Profitabilität unter Beweis stellt.
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