PayPal Aktie: Sammelklage nimmt Fahrt auf

Eine Anwaltskanzlei ruft geschädigte PayPal-Aktionäre zur Sammelklage auf. Auslöser sind der abrupte CEO-Abgang und gestrichene Finanzziele, die den Aktienkurs stark belasten.

Dr. Robert Sasse ·
PayPal Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Anwälte sammeln Kläger für Sammelklage bis April
  • Abgang des CEOs und gestrichene Ziele als Ursache
  • Neue Führung treibt unter Druck den Umbau voran
  • Aktie notiert deutlich im Minus seit Jahresbeginn

Der abrupte Chefwechsel und die einkassierten Prognosen vom Februar holen PayPal nun auf juristischer Ebene ein. Während das neue Management den Zahlungsdienstleister umbaut, formiert sich der Widerstand enttäuschter Aktionäre. Eine drohende Sammelklage rückt näher und zwingt Investoren in den kommenden Wochen zum Handeln.

Die Auslöser des Rechtsstreits

Ursprung der rechtlichen Auseinandersetzung sind die turbulenten Ereignisse Anfang Februar. Damals verkündete das Unternehmen den sofortigen Abgang des damaligen CEOs Alex Chriss und räumte operative Schwächen im wichtigen Checkout-Bereich ein. Zudem wurden die langfristigen Finanzziele für 2027 vollständig zurückgezogen. Begleitet wurde dieser Schritt von schwachen Quartalszahlen, bei denen der Umsatz mit 8,68 Milliarden US-Dollar die Markterwartungen verfehlte.

Die Kanzlei Hagens Berman eskaliert nun die Situation und ruft geschädigte Anleger auf, sich bis zum 20. April 2026 für die Rolle des Hauptklägers in einer Sammelklage zu registrieren. Der damalige Kursrutsch vernichtete an nur einem Tag über 10 Milliarden US-Dollar an Börsenwert. Auch heute steht der Titel weiter unter Druck: Mit einem aktuellen Kurs von 38,98 Euro notiert das Papier tief im roten Bereich und verzeichnet seit Jahresbeginn ein Minus von über 21 Prozent.

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Umbau in der Führungsetage

Ungeachtet der juristischen Aufarbeitung treibt die Führungsriege die Neuausrichtung voran. Seit Anfang März leitet Enrique Lores als neuer CEO die Geschäfte. Flankiert wird er von frischem Personal im Aufsichtsrat: Alyssa Henry, die ehemalige Chefin der Block-Sparte Square, zog am Mittwoch in das Gremium ein. Sie bringt jahrzehntelange Erfahrung im Bereich globaler Zahlungsplattformen mit und übernimmt Aufgaben im Vergütungs- sowie im Risiko- und Compliance-Ausschuss. Im Gegenzug wird die langjährige Aufsichtsrätin Gail J. McGovern bei der Hauptversammlung im Mai nicht mehr zur Wiederwahl antreten.

Der Ausblick für das laufende Jahr bleibt derweil verhalten. Das Management rechnet für 2026 mit stagnierenden Transaktionsmargen, steigenden operativen Kosten und einem leichten Rückgang beim bereinigten Gewinn je Aktie. Die nächsten konkreten Einblicke in die operative Entwicklung liefert der Quartalsbericht, der für den 5. Mai angesetzt ist.

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PayPal Aktie

38,42 EUR

– 0,93 EUR -2,36 %
KGV 8,29
Sektor Finanzdienstleistungen
Div.-Rendite 0,63 %
Marktkapitalisierung 41,96 Mrd. EUR
ISIN: US70450Y1038 WKN: A14R7U

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