PayPal steckt in einer tiefen Führungskrise. Nach enttäuschenden Quartalszahlen und einkassierten Mittelfristzielen rollen an der Spitze die Köpfe. Während sich nun Aktionärsklagen häufen, soll ein neuer CEO das sinkende Vertrauen der Wall Street zurückgewinnen.
Verantwortlich für den massiven Vertrauensverlust ist die Bilanz des vierten Quartals 2025. Der Zahlungsdienstleister verfehlte nicht nur die Erwartungen bei Umsatz und Gewinn, sondern schockierte Anleger vor allem mit einem drastischen Wachstumsrückgang. Das Kernsegment der Online-Zahlungen wuchs lediglich um ein Prozent. Als das Management daraufhin die erst ein Jahr zuvor ausgegebenen Finanzziele für 2027 zurückzog, reagierte der Markt rigoros.
Inzwischen formiert sich juristischer Widerstand. Mehrere Anwaltskanzleien bereiten Sammelklagen vor und werfen der ehemaligen Führungsebene vor, Investoren über die tatsächlichen Wachstumsrisiken und makroökonomischen Belastungen getäuscht zu haben.
Radikaler Schnitt an der Spitze
Die Konsequenzen folgten auf dem Fuß. Der bisherige Vorstandschef Alex Chriss musste seinen Posten abrupt räumen. Seit dem 1. März 2026 lenkt nun Enrique Lores, der zuvor über sechs Jahre den Technologiekonzern HP führte, die Geschicke des Unternehmens. Seine Hauptaufgabe besteht darin, das Kerngeschäft gegen die wachsende Konkurrenz von Tech-Giganten wie Apple und Google zu verteidigen.
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Trotz der operativen Schieflage treibt PayPal strategische Initiativen voran. Das Unternehmen ist Teil eines neuen Krypto-Partnerprogramms von Mastercard, das Blockchain-Technologie mit der globalen Zahlungsinfrastruktur verknüpft. Gleichzeitig baut der Konzern seine KI-Präsenz aus. Durch Kooperationen mit OpenAI und dem Reiseanbieter Sabre sollen künftig KI-gestützte Bezahlvorgänge direkt in Plattformen wie ChatGPT integriert werden.
Neue Allianzen als Hoffnungsschimmer
Diese Zukunftsprojekte konnten den Abwärtsdruck an der Börse bislang kaum lindern. Mit einem Schlusskurs von 39,23 Euro am Freitag notiert das Papier fast 42 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch und verzeichnet seit Jahresbeginn ein Minus von knapp 21 Prozent.
Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von unter acht ist die Aktie im Branchenvergleich historisch günstig bewertet. Die für das zweite Quartal 2026 angekündigte Einführung der neuen KI-Reiseplattform bietet dem neuen Management nun die erste konkrete Bühne, um operative Fortschritte zu demonstrieren. Bis dahin bleibt die Bewältigung der Sammelklagen und die Stabilisierung des stagnierenden Kerngeschäfts die dominierende Aufgabe für Enrique Lores.
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