PayPal-Aktionäre brauchten in diesem Jahr starke Nerven. Ein Minus von über 35 Prozent seit Jahresanfang spricht eine deutliche Sprache – der einstige Fintech-Star ist an der Börse tief gefallen. Doch hinter den trüben Kurscharts formiert sich eine fundamentale Trendwende, die von künstlicher Intelligenz und einer boomenden Tochterfirma getrieben wird. Ist der Ausverkauf jetzt übertrieben und bietet sich mutigen Anlegern eine seltene Einstiegschance?
Fundamentaldaten strafen Skeptiker Lügen
Während der Aktienkurs im laufenden Jahr massiv unter Druck geriet, erzählt die operative Entwicklung eine ganz andere Geschichte. Die jüngsten Quartalszahlen übertrafen die Erwartungen der Analysten deutlich. Mit einem Gewinn pro Aktie von 1,34 US-Dollar schlug PayPal die Prognosen und konnte auch beim Umsatz um mehr als 7 Prozent zulegen.
Das Management strotzt vor Selbstbewusstsein und hob die Prognose für das Gesamtjahr an. Diese Diskrepanz zwischen fallenden Kursen und steigenden Gewinnen deutet darauf hin, dass der Markt die internen Umbauarbeiten des Unternehmens derzeit noch ignoriert.
Venmo zündet den Turbo
Ein entscheidender Treiber für die Zukunft ist die Tochterfirma Venmo. Was lange als reines Versprechen galt, liefert nun handfeste Ergebnisse. Die Plattform entwickelt sich rasant zur Cash-Cow:
* Der Umsatz sprang im dritten Quartal um 20 Prozent nach oben.
* Das Zahlungsvolumen wuchs um 14 Prozent.
* Die monatlich aktiven Konten legten um mehr als 40 Prozent zu.
Venmo ist auf dem besten Weg, im Jahr 2025 allein 1,7 Milliarden US-Dollar Umsatz zu generieren. Besonders die Nutzung der Debitkarten und die „Pay with Venmo“-Funktion zeigen, dass die Monetarisierung der riesigen Nutzerbasis endlich greift.
KI-Allianzen als Gamechanger
PayPal ruht sich nicht auf dem klassischen Zahlungsverkehr aus, sondern drängt aggressiv in den KI-Sektor. Durch strategische Partnerschaften mit Schwergewichten wie OpenAI und Perplexity integriert das Unternehmen seine Bezahllösungen direkt in modernste KI-Anwendungen.
Das Ziel ist klar: PayPal will überall dort sein, wo der Handel der Zukunft stattfindet – sei es im Chat mit einem Bot oder auf einer KI-gestützten Shopping-Plattform. Mit dem Start von „PayPal World“ bündelt der Konzern zudem verschiedene Dienste wie Venmo und internationale Zahlungssysteme auf einer einzigen Plattform, um die globale Reichweite zu zementieren.
Bewertung fast schon absurd günstig?
Der vielleicht spannendste Aspekt für Anleger ist die aktuelle Bewertung. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von rund 10,6 handelt PayPal weit unter dem Branchendurchschnitt von über 20. Konkurrenten wie Visa oder Mastercard werden an der Börse fast dreimal so hoch bewertet.
Diese Kluft ruft nun auch Schnäppchenjäger auf den Plan. Unterstützt wird die These der Unterbewertung durch ein massives Aktienrückkaufprogramm über 20 Milliarden US-Dollar und die Einführung einer Dividende. Zum Wochenausklang notierte die Aktie bei 54,16 Euro und zeigte erste leichte Erholungstendenzen, bleibt aber weiterhin weit von ihrem 52-Wochen-Hoch entfernt. Ob dies der Boden war, wird sich in den kommenden Wochen zeigen müssen – die fundamentalen Argumente für ein Comeback liegen jedoch auf dem Tisch.
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