PayPal: Crypto-Sparte zu PayPal Digital ausgegliedert
PayPal gliedert sein Krypto-Geschäft aus, während eine Sammelklage-Frist endet. Der Blick richtet sich nun auf die Quartalszahlen und die Bewertung der Aktie.

Kurz zusammengefasst
- Ausgliederung der Kryptodienste in neue Tochtergesellschaft
- Frist für umfangreiche Sammelklage von Investoren endete
- Venmo wächst mit neuem Bonusprogramm stark
- Nächster Quartalsbericht am 5. Mai entscheidend
PayPal baut um. Der Zahlungsdienstleister gliedert sein Krypto-Geschäft in eine neue Tochtergesellschaft aus. Parallel dazu lief die Meldefrist für eine weitreichende Sammelklage ab. Nun rückt der nächste Quartalsbericht in den Fokus.
Neue Struktur für digitale Vermögenswerte
Seit dem 20. April 2026 laufen die Krypto-Dienste über die neue Gesellschaft PayPal Digital, Inc. Die behördliche Genehmigung steht noch aus. Das Unternehmen stellte die Nutzerkonten automatisch um. Das Ziel: eine klare Trennung zwischen klassischen Zahlungen und der Verwahrung digitaler Assets.
Der Konzern baut seine Präsenz in diesem Bereich weiter aus. Der hauseigene Stablecoin PYUSD ist mittlerweile in 70 Märkten verfügbar. Er ermöglicht schnellere und günstigere grenzüberschreitende Transfers.
Juristische Altlasten und Wachstum bei Venmo
Währenddessen endete am 20. April die Frist für Hauptkläger in einer Sammelklage. Investoren werfen dem Management vor, falsche Eindrücke über die Umsatzprognosen vermittelt zu haben. Das Management habe makroökonomische Risiken bewusst heruntergespielt.
Der Hintergrund wiegt schwer. Im Februar verfehlte PayPal die Gewinnerwartungen und tauschte überraschend den CEO aus. Daraufhin brach der Aktienkurs um gut 20 Prozent auf 41,70 US-Dollar ein.
Außerdem strich der Vorstand die bisherigen Finanzziele für das Jahr 2027. Gegen diesen Gegenwind stemmt sich aktuell die Tochter Venmo. Das erweiterte Bonusprogramm Stash bietet Kunden nun bis zu fünf Prozent Cashback bei ausgewählten Händlern. Das Transaktionsvolumen der Plattform wächst im zweistelligen Prozentbereich.
Fokus auf den 5. Mai
Am 5. Mai 2026 legt PayPal vor Börseneröffnung die Zahlen für das erste Quartal vor. Das Management rechnet währungsbereinigt mit einem Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich.
Zuletzt erholte sich die Aktie leicht und notierte bei rund 49,81 US-Dollar. Auf Jahressicht steht allerdings noch ein Minus von rund 14 Prozent zu Buche.
Das Papier wird aktuell mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis von 9,1 gehandelt. Der Branchendurchschnitt liegt bei fast 17. Hier zeigt sich ein deutlicher Abschlag zur Konkurrenz.
Der anstehende Quartalsbericht am 5. Mai liefert die nächsten harten Fakten. Bestätigt sich das erwartete Umsatzwachstum, könnte der Bewertungsabschlag zur Konkurrenz schrumpfen. Enttäuschen die Zahlen erneut, rücken die juristischen Baustellen wieder stärker in den Vordergrund.
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