PayPal: Enrique Lores stabilisiert Margen
PayPal kämpft mit sinkenden Margen und Aktienverlusten. Neuer Chef Lores setzt auf NFL-Partnerschaft und Dividende.

Kurz zusammengefasst
- Enrique Lores als neuer CEO
- NFL-Partnerschaft für Venmo-Wachstum
- Aktie seit Jahresbeginn im Minus
- Quartalszahlen am 5. Mai erwartet
Prominente Partnerschaften und ein neuer Chef an der Spitze. Bei PayPal klaffen operative Ambitionen und die harte Börsenrealität derzeit weit auseinander. Seit Jahresbeginn hat das Papier rund 14 Prozent an Wert verloren und notiert aktuell bei 42,50 Euro. Investoren bewerten die strategische Neuausrichtung nach der im Februar gesenkten Gewinnprognose skeptisch.
Neuer Chef, alte Baustellen
Enrique Lores lenkt seit Anfang März die Geschicke des Zahlungsdienstleisters. Der ehemalige HP-Chef löste Alex Chriss ab, um die technologische Transformation des Konzerns spürbar zu beschleunigen. Das Management fokussiert sich nun primär darauf, die unter Druck geratenen Transaktionsmargen zu stabilisieren. Besonders das Kerngeschäft mit dem klassischen Checkout-Button bereitet Sorgen. Im letzten Quartal des Vorjahres fiel das Wachstum in diesem Segment auf magere ein Prozent zurück.
Um die Nutzerinteraktion anzukurbeln, sicherte sich das Unternehmen kürzlich einen prestigeträchtigen Deal. Seit Ende April agiert PayPal als offizieller Payment-Partner der amerikanischen Football-Liga NFL. Diese hochsichtbare Kooperation soll vor allem der Tochtergesellschaft Venmo weiteren Schub verleihen. Die Plattform verzeichnete zuletzt einen starken Umsatzsprung von 20 Prozent auf 1,7 Milliarden US-Dollar. Trotz dieser positiven Impulse lasten Analysten-Abstufungen und laufende Anlegerklagen auf der Stimmung.
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Dividende als Trostpflaster
Als Ausgleich für das moderate Umsatzwachstum setzt der Vorstand auf direkte Aktionärsrenditen. Das Ende 2025 initiierte Dividendenprogramm schüttet aktuell 0,14 US-Dollar je Aktie aus. Der Blick der Marktteilnehmer richtet sich nun auf den 5. Mai. An diesem Tag präsentiert der Konzern die Zahlen für das erste Quartal vor Börseneröffnung.
Im Vorfeld der Quartalspräsentation positioniert sich die Analystengilde mehrheitlich abwartend. Das durchschnittliche Kursziel der Experten liegt bei 51,32 US-Dollar. Die Spanne der individuellen Einschätzungen fällt allerdings enorm aus:
- Bank of America: Kursziel 55,00 US-Dollar (Kaufempfehlung nach NFL-Deal)
- Mizuho: Kursziel 50,00 US-Dollar („Neutral“ wegen zunehmender KI-Konkurrenz)
- Morgan Stanley: Kursziel 34,00 US-Dollar („Underweight“)
Die anstehende Bilanzvorlage liefert harte Fakten zur operativen Entwicklung. Für das abgelaufene Jahresviertel kalkuliert der Markt mit einem Gewinn von 1,27 US-Dollar je Aktie. Das entspricht einem leichten Rückgang gegenüber dem Vorjahreswert. Beim Umsatz rechnen die Experten mit rund 8,2 Milliarden US-Dollar. Verfehlt PayPal diese Zielmarken, dürfte der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 67,50 Euro weiter anwachsen.
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