PayPal: Lores startet März 2026 als CEO
PayPal steht vor einem entscheidenden Quartal mit neuem CEO Enrique Lores. Analysten erwarten Gewinnrückgang und bewerten die Aktie angesichts wachsender Konkurrenz kritisch.

Kurz zusammengefasst
- Gewinnrückgang im ersten Quartal erwartet
- Neuer CEO Enrique Lores tritt Amt an
- Wachsender Konkurrenzdruck durch Apple und Alphabet
- Milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm geplant
439 Millionen aktive Nutzer bilden ein gewaltiges Fundament. An der Börse spiegelt sich diese Marktmacht derzeit kaum wider. Vor den anstehenden Quartalszahlen am 5. Mai spaltet der Zahlungsdienstleister die Finanzwelt. Investoren debattieren intensiv, ob das aktuelle Bewertungsniveau eine Einstiegschance bietet oder eine tiefergehende Krise signalisiert.
Die fundamentale Bewertung ist historisch niedrig, die Aktie notiert bei einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von unter zehn. Auf Jahressicht verlor das Papier rund 27 Prozent an Wert und pendelt aktuell im Bereich von 42 Euro.
Neuer Chef, alte Baustellen
Die Erwartungen an das erste Quartal fallen gedämpft aus. Analysten rechnen mit einem Gewinnrückgang auf 1,27 US-Dollar je Aktie. Bereits im Vorquartal verfehlte das Unternehmen die Prognosen der Wall Street. Das Management stellte für das Gesamtjahr ein stagnierendes bis leicht rückläufiges Ergebnis in Aussicht.
In dieser Phase übernimmt Enrique Lores das Ruder. Der ehemalige HP-Chef trat seinen Posten am 1. März an. Er ist bereits der dritte CEO innerhalb von drei Jahren. Der Verwaltungsrat erhofft sich von ihm ein höheres Tempo bei der Umsetzung der Strategie. Lores gilt als Sanierer, der bei HP die Kostenstruktur vereinfachte, die strategische Neuausrichtung orchestrierte und operative Disziplin durchsetzte.
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Konkurrenzdruck und Kapitalrückflüsse
Der Gegenwind im Kerngeschäft nimmt spürbar zu. Apple und Alphabet drängen mit ihren Bezahldiensten aggressiv in den Markt. Parallel dazu gewinnen Ratenzahlungsanbieter wie Affirm und Klarna bei jüngeren Zielgruppen an Boden. Auch Elon Musks Plattform X baut ein eigenes Zahlungssystem auf.
Marktbeobachter werten diese Entwicklung kritisch. Die Investmentbank Mizuho stufte die Aktie kürzlich auf „Neutral“ ab und senkte das Kursziel von 60 auf 50 US-Dollar. Als finanzielles Polster dient ein geplantes, milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm. Das Management will im laufenden Jahr eigene Papiere im Wert von rund 14 Prozent der Marktkapitalisierung erwerben. Das stützt den Gewinn je Aktie in einer operativ schwierigen Phase.
Der Bericht zum ersten Quartal liefert den ersten echten Härtetest für den neuen CEO. Lores muss beweisen, dass er die riesige Nutzerbasis gegen die wachsende Konkurrenz verteidigen und effizienter monetarisieren kann. Gelingt es ihm, das operative Ruder herumzureißen, bietet die niedrige Bewertung erheblichen Spielraum nach oben. Bleiben die Impulse aus, verfestigt sich der Status als Value-Falle.
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