PayPal: Q1-Bericht am 5. Mai
PayPal präsentiert am 5. Mai die Quartalszahlen. Das Kerngeschäft schwächelt, während Venmo zweistellig wächst. Analysten erwarten sinkende Gewinne.

Kurz zusammengefasst
- Quartalsbericht am 5. Mai 2026
- Venmo mit zweistelligem Wachstum
- Schwäche im klassischen Checkout-Geschäft
- Aktie mit deutlichem Abschlag bewertet
PayPal steht an einem kritischen Punkt. Während das traditionelle Checkout-Geschäft unter Druck gerät, liefert die Tochtergesellschaft Venmo zweistellige Wachstumsraten. Am 5. Mai 2026 legt der Zahlungsdienstleister seine Bücher für das erste Quartal vor. Die Vorzeichen sind angespannt.
Die Schatten des Vorquartals
Der anstehende Bericht ist der erste große Test seit dem enttäuschenden Jahresabschluss. Im Februar stürzte die Aktie nach den Zahlen für das vierte Quartal 2025 um ein Fünftel ab. Analysten rechnen nun für das abgelaufene Jahresviertel mit einem Umsatz von rund 8,05 Milliarden US-Dollar.
Der Gewinn je Aktie dürfte laut Konsensschätzungen auf 1,27 US-Dollar sinken. Im Vorjahreszeitraum standen hier noch 1,33 US-Dollar zu Buche. Das Management selbst stellte im Vorfeld einen leichten Umsatzanstieg bei währungsbereinigter Betrachtung in Aussicht.
Hoffnungsträger Venmo
Um die Schwäche im Kerngeschäft auszugleichen, forciert PayPal den Ausbau von Venmo. Mitte April erweiterte das Unternehmen sein „Stash“-Belohnungsprogramm. Nutzer erhalten nun bis zu fünf Prozent Cashback bei ausgewählten Marken.
Parallel dazu wächst das Händlernetzwerk rasant. Marken wie Sephora, Ulta oder Taco Bell akzeptieren die Zahlungsmethode mittlerweile. Das schlägt sich in den Büchern nieder. Sowohl das Transaktionsvolumen als auch die Zahl der monatlich aktiven Konten legen im zweistelligen Prozentbereich zu.
Gegenwind im Kerngeschäft
Allerdings reicht das Venmo-Wachstum allein nicht aus, um die strukturellen Probleme zu verdecken. Der klassische Online-Checkout mit dem PayPal-Button schwächelt. Dieser Bereich steuert traditionell mehr als die Hälfte der Konzerngewinne bei. Makroökonomischer Druck und eine langsamere Händlerakzeptanz belasten hier die Margen.
Für das Gesamtjahr 2026 plant PayPal einen freien Cashflow von über sechs Milliarden US-Dollar. Eine Summe in ähnlicher Größenordnung ist für Aktienrückkäufe vorgesehen. Niedrigere Zinsen und hohe Investitionskosten in die Produktentwicklung dämpfen jedoch die Erwartungen der Analysten.
Auf dem aktuellen Niveau ist die Skepsis des Marktes bereits eingepreist. Mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis von gut 9 wird die Aktie mit einem deutlichen Abschlag zum Branchendurchschnitt von knapp 17 gehandelt.
An der Börse spiegelt sich diese Gemengelage wider. Am Freitag ging das Papier bei 42,72 Euro aus dem Handel. Auf Monatssicht steht zwar ein Plus von rund zehn Prozent auf der Kurstafel. Seit Jahresbeginn verzeichnet der Titel allerdings einen Verlust von knapp 14 Prozent.
Damit notiert der Wert weiterhin deutlich unter der wichtigen 200-Tage-Linie. Wenn das Management am 5. Mai die Zahlen präsentiert, rückt ein Detail in den Fokus. Die Führungsetage muss belegen, dass die neuen Venmo-Funktionen ausreichen, um Nutzer im eigenen Ökosystem zu halten und die Abwanderung zu Apple Pay oder Block zu stoppen.
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