PayPal: UBS baut Position um 21,9 Millionen ab
PayPal-Chefwechsel spaltet Investoren: Großbanken kaufen zu, während viele institutionelle Anleger ihre Anteile reduzieren.

Kurz zusammengefasst
- M&T Bank stockt PayPal-Anteile auf
- Munich Re und UBS reduzieren Positionen
- Kurs erholt sich, Jahresverlust bleibt
- CEO Lores sucht Trendwende bei Transaktionen
Bei PayPal prallen aktuell zwei Welten aufeinander. Ein neuer Konzernchef treibt den Umbau voran. An der Wall Street herrscht derweil Uneinigkeit über die Zukunft des Zahlungsdienstleisters. Große Adressen positionieren sich völlig gegensätzlich.
Die M&T Bank nutzte das aktuelle Preisniveau für einen massiven Einstieg. Sie kaufte knapp 100.000 Aktien. Andere Großinvestoren ziehen sich hingegen zurück. Munich Re reduzierte am Wochenende die eigene Position.
Zuvor hatte bereits UBS Asset Management über 21 Millionen Aktien abgestoßen. Generell überwiegen die Verkäufer. Im letzten Quartal bauten über 1.000 institutionelle Anleger ihre Positionen ab. Nur rund 650 Adressen kauften zu.
Die Aktie spiegelt diese Unsicherheit wider. Am Freitag schloss das Papier bei 42,72 Euro. Auf Sicht von 30 Tagen steht zwar ein Plus von gut 13 Prozent. Der Kurs notiert damit wieder über der 50-Tage-Linie. Seit Jahresbeginn verbuchen Anleger aber weiterhin zweistellige Verluste.
Leerverkäufer ziehen sich zurück
Trotz der Skepsis stabilisiert sich die technische Lage. Leerverkäufer reduzieren ihre Wetten auf fallende Kurse. Die Short-Quote sank zuletzt leicht. Das deutet auf eine abnehmende Abwärtsdynamik hin.
Analysten bleiben dennoch vorsichtig. Die meisten Experten raten lediglich zum Halten der Aktie. Truist Securities sieht den fairen Wert bei 45 US-Dollar. BMO Capital ruft 52 Dollar auf.
Die Bewertung ist historisch günstig. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt aktuell bei nur 9,3. Das ist deutlich weniger als der Branchendurchschnitt. Analysten von Mizuho verweisen auf den harten Wettbewerb. Konkurrenten im Händler- und Privatkundenbereich bremsen das Wachstum.
Der neue Chef steht unter Druck
Intern baut der Konzern massiv um. Seit Anfang März führt Enrique Lores die Geschäfte. Der neue CEO löste Alex Chriss ab. Lores muss die operativen Abläufe effizienter gestalten. Ein Warnsignal: Die Transaktionen pro aktivem Konto sanken zuletzt um fünf Prozent. Hier fordern Investoren dringend eine Trendwende.
Der nächste wichtige Termin steht bereits fest. Am 19. Mai 2026 hält PayPal seine virtuelle Hauptversammlung ab. Aktionäre stimmen dann über einen neuen Vergütungsplan ab. Auch die formelle Bestätigung der neuen Führungsstruktur steht auf der Tagesordnung. Lores muss dort konkrete Lösungen für den schrumpfenden Transaktionsdurchsatz präsentieren.
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