PayPal: Venmo mit 100 Millionen Nutzern ausgegründet
PayPal gliedert sich in drei Bereiche und macht Venmo operativ unabhängig. Analysten sehen darin eine Vorbereitung für einen möglichen Verkauf.

Kurz zusammengefasst
- Aufteilung in drei Geschäftsbereiche
- Venmo erhält eigene Führungsstruktur
- KI-Experte neu im Vorstand
- Quartalszahlen am 5. Mai erwartet
Fast 100 Millionen aktive Nutzer, rund 1,7 Milliarden Dollar projizierter Jahresumsatz — und bald womöglich ein eigenes Preisschild: Venmo rückt ins Zentrum von PayPals größtem Umbau seit Jahren.
CEO Enrique Lores, seit März im Amt, hat den Konzern zum 29. April in drei eigenständige Geschäftsbereiche aufgeteilt: Checkout Solutions & PayPal, Consumer Financial Services & Venmo sowie Payment Services & Crypto. Das Kernstück der Neustrukturierung ist die operative Verselbstständigung von Venmo — mit eigener Berichterstattung, eigenem Management und damit deutlich klarerem Wertausweis.
Venmo als Übernahmekandidat
Die Trennung kommt nicht im Vakuum. Bloomberg berichtete bereits im Februar, dass PayPal Interesse von potenziellen Käufern angezogen hat — darunter Stripe. Banken wurden beauftragt, mögliche Übernahmegebote oder aktivistische Kampagnen vorzubereiten. Eine Venmo-Einheit mit eigenständigen Finanzkennzahlen lässt sich ungleich leichter bewerten und integrieren als eine Division, die tief im Konzerngeflecht vergraben ist.
Lores selbst formuliert das Ziel nüchtern: mehr Kundennähe, schärfere Verantwortlichkeiten, operative Exzellenz. Hinter dieser Managementsprache steckt ein handfestes Problem — PayPal hat im Wettbewerb mit Apple Pay, Google Pay und Stripe erheblich an Boden verloren.
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KI bekommt einen eigenen Vorstand
Parallel zur Strukturreform holt PayPal Anshu Bhardwaj, zuvor bei Walmart im Technologiebereich tätig, als Chief AI Transformation and Simplification Officer an Bord. Die neue Rolle soll künstliche Intelligenz tief in die Kernprozesse einbetten. Händler sollen ihre Produkte künftig über KI-gestützte Einkaufsplattformen wie Microsoft Copilot, Meta und Perplexity auffindbar machen können.
Ergebnisse am Dienstag als nächster Test
Die Aktie legte nach der Ankündigung leicht zu, notiert auf Euro-Basis aber weiterhin rund 26 Prozent unter dem Stand vor zwölf Monaten — und gut 36 Prozent unterhalb des 52-Wochen-Hochs von 67,50 Euro. Der RSI von knapp 37 signalisiert, dass die Erholung der vergangenen 30 Tage noch keine nachhaltige Trendwende bestätigt.
Am Dienstag, dem 5. Mai, legt PayPal vor Börseneröffnung Quartalszahlen vor. Das Management will dann weitere Details zum neuen Betriebsmodell liefern — und muss dabei eine unangenehme Ausgangslage erklären: Für 2026 erwartet das Unternehmen sinkende Transaktionsmargen und beim bereinigten Gewinn je Aktie nur ein leicht positives Wachstum im niedrigen einstelligen Bereich.
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