PepsiCo Aktie: Einmaleffekt stützt Quartalsgewinn
Analysten erwarten für PepsiCo nahezu unveränderten Quartalsgewinn; Zollrückzahlungen gleichen den Rückgang ohne diesen Effekt teilweise aus.

Kurz zusammengefasst
- Analystenkonsens sieht 2,30 Dollar je Aktie
- Zollrückzahlungen sollen acht Cent beitragen
- Nordamerika-Umsatz sank im zweiten Quartal
- Deutsche Bank und JPMorgan senkten Kursziele
Zwei Geschwindigkeiten, ein Kurs: Vor den Zahlen am Donnerstag, 8. Oktober, notiert PepsiCo auf Jahrestief. Der Konzern legt vor US-Börsenstart die Bilanz für das dritte Quartal vor. Der erwartete Gewinn stagniert, und ausgerechnet ein Einmaleffekt hält ihn über Wasser.
Gewinn auf der Stelle
Der Konsens von 17 Analysten rechnet mit einem bereinigten Gewinn je Aktie von 2,30 Dollar, nach 2,29 Dollar im Vorjahr. Der Umsatz soll um 4,3 Prozent auf rund 25 Milliarden Dollar steigen. Die Gewinnschätzungen wurden binnen 90 Tagen um gut fünf Prozent gekürzt.
Gestützt wird das Quartal durch Rückerstattungen für im Vorjahr gezahlte Zölle, die im dritten Quartal gebucht werden sollen. Sie bringen etwa acht Cent je Aktie. Ohne sie läge die Erwartung bei 2,22 Dollar und damit rund drei Prozent unter Vorjahr.
Für das Gesamtjahr peilt PepsiCo einen Gewinnanstieg von fünf bis sieben Prozent an. Im Juli deutete das Management bereits das untere Ende der Spanne an. Das Schlussquartal müsste deshalb kräftig liefern: Der Konsens verlangt dort 2,43 Dollar.
Nordamerika bremst
Das Problem sitzt im Heimatmarkt. Im zweiten Quartal sank der organische Umsatz in Nordamerika um 0,5 Prozent, während das Auslandsgeschäft um sieben Prozent zulegte. PepsiCo senkt Preise für Lay’s und Doritos und gewinnt dadurch Mengenanteile. Das kostet jedoch Erlös und Marge, zudem kündigte das Management höhere Einsatzkosten für das zweite Halbjahr an.
Der Vergleich mit Coca-Cola fällt unangenehm aus. Der Rivale wuchs im selben Quartal organisch um sechs Prozent und hob seine Prognose an, PepsiCo kam auf 2,4 Prozent. Beide beliefern dieselben Regale und Kunden, die Lücke deutet daher eher auf unternehmensspezifische Schwächen als auf den Branchenzyklus.
Deutsche Bank und JPMorgan strichen Ende September ihre Kaufempfehlungen und senkten die Kursziele jeweils auf 138 Dollar. JPMorgan hält eine Besserung in Nordamerika bis Jahresende für schwer absehbar.
Bewertung und Chart
Mit rund 126 Dollar liegt die Aktie etwa 27 Prozent unter dem Februar-Hoch. Das erwartete KGV beträgt 14, die Dividendenrendite 4,62 Prozent. Die Ausschüttungsquote von 94 Prozent lässt allerdings wenig Spielraum, falls der Gewinn nicht wächst. Der RSI von 25 signalisiert einen überverkauften Zustand.
Parallel dazu belastet ein kleineres Thema: PepsiCo hat Gatorade in 37 US-Bundesstaaten zurückgerufen, weil Farbstoffe nicht deklariert waren. Die FDA stufte den Rückruf als Klasse II ein, das Risiko schwerer Folgen gilt als gering.
Charttechnisch notiert die Aktie in Euro bei rund 112 und damit unter allen drei Durchschnittslinien. Die nächste Unterstützung liegt bei etwa 110 Euro, dem Tief vom Juni 2025. Fällt sie, wäre der Abwärtstrend seit Februar bestätigt. Aufhellen würde sich das Bild erst bei einer Rückkehr über die 50-Tage-Linie bei 118,34 Euro. Optionen preisen am Donnerstag eine Kursbewegung von gut drei Prozent in beide Richtungen ein.
Stand heute, 6. Oktober: PepsiCo – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in PepsiCo investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 6. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.