Petrobras Aktie: Fitch-Lichtblick trotz Ölsturz?
Die Ratingagentur verbessert Petrobras’ eigenständige Bonität; globale und nationale Ratings bleiben bei stabilem Ausblick unverändert.

Kurz zusammengefasst
- Eigenständiges Kreditprofil auf „bbb+“ angehoben
- Globale und nationale Ratings unverändert
- P-78 erreicht 180.000 Barrel Tagesproduktion
- Skandi-Olinda-Vertrag bis Januar 2028 verlängert
Fitch hat am Mittwoch das eigenständige Kreditprofil von Petrobras von „bbb“ auf „bbb+“ angehoben. Zugleich bestätigte die Ratingagentur die globale Bonitätsnote „BB“ und das nationale Rating „AAA(bra)“, jeweils mit stabilem Ausblick. Die Aufwertung betrifft damit das eigenständige Kreditprofil, während die beiden anderen Bonitätsnoten unverändert bleiben.
Sinkende Ölpreise belasten die Aktie
Reuters berichtete am Mittwoch über fallende Petrobras-Aktien angesichts weiter nachgebender Ölpreise. Medienberichten zufolge brach Brent um 8,7% ein, nachdem der Ausgang der US-Kongresswahlen Hoffnungen auf eine Entspannung im Iran-Konflikt geweckt hatte.
Auch gestern gab die Petrobras-Aktie nach: Sie verlor 1,9% und schloss bei 7,67 €.
Bereits am 26. Oktober hatte Vorstandschefin Magda Chambriard den Kursrückgang nach der Wiederwahl von Präsident Luiz Inácio Lula da Silva als spekulative Bewegung bezeichnet. Nach ihrer Einschätzung spiegelte er die fundamentale Lage des Unternehmens nicht wider.
Längerer Schiffsvertrag und hohe Raffinerieauslastung
Am Donnerstag vereinbarte Petrobras eine Verlängerung des Vertrags für das Schiff Skandi Olinda bis Januar 2028. Nach Angaben der DOF Group kommen damit 304 Tage hinzu. Das Schiff gehört einem Gemeinschaftsunternehmen von DOF Group und TechnipFMC.
Im Förderbetrieb meldete Petrobras am Dienstag einen weiteren Meilenstein: Die Plattform P-78 im Búzios-Feld erreichte ihre Spitzenproduktion von 180.000 Barrel täglich.
Für die Raffinerien hatte Unternehmensdirektor William França Reuters am 30. Oktober eine Auslastung von 98% im Oktober genannt. Für November und Dezember erwartete er weiterhin einen hohen Betrieb nahe der operativen Grenze.
Beim Flugtreibstoff erhöhte Petrobras am 1. November den durchschnittlichen Verkaufspreis an Händler um 7,2%. Reuters zufolge begründete das Unternehmen die Anpassung mit höheren internationalen Preisen angesichts geopolitischer Spannungen und verringerter Raffineriekapazitäten in Russland und der Ukraine.
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