Die brasilianische Petrobras hat sich ein neues Spielfeld gesichert: Offshore-Namibia. Die Investoren reagierten darauf mit Käufen – die Aktie legte deutlich zu. Zugleich steigt die Spannung vor den Quartalszahlen, die in wenigen Tagen anstehen. Kann der Ölkonzern die Erwartungen erfüllen?
Erweiterung vor der Küste Afrikas
Anfang Februar 2026 sicherte sich Petrobras einen 42,5-Prozent-Anteil am Block 2613 im Lüderitz-Becken vor Namibia. Partner ist TotalEnergies, das ebenfalls 42,5 Prozent hält und als Betreiber fungiert. Das Areal umfasst rund 11.000 Quadratkilometer – ein bedeutendes Explorationsprojekt, das Petrobras‘ Strategie zur Diversifizierung des Reservenportfolios unterstreicht.
Der Deal steht noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die namibische Regierung. Bis diese erteilt ist, bleibt die Transaktion ein Versprechen – kein vollendeter Fakt. Die Märkte beobachten den Prozess aufmerksam.
Aktie steigt, Optionsmarkt dreht auf
Am Montag, dem 2. März 2026, legte die Aktie um 4,15 Prozent zu. Das Handelsvolumen schnellte auf knapp 44 Millionen Aktien hoch – deutlich über dem Durchschnitt von 25,5 Millionen. Besonders auffällig: Anleger kauften 68.297 Call-Optionen, ein Anstieg von 53 Prozent gegenüber dem üblichen Niveau. Das Signal ist eindeutig – Investoren setzen auf weiteres Kurspotenzial.
Mit einem Börsenwert von 111,65 Milliarden Dollar und einem KGV von 8,02 bleibt die Bewertung moderat. Die Dividendenrendite liegt bei attraktiven 6,2 Prozent.
Quartalszahlen am Donnerstag
Am 6. März steht die Veröffentlichung der Ergebnisse für das vierte Quartal 2025 an. In den vergangenen Monaten hatte Petrobras trotz sinkender Ölpreise solide Zahlen geliefert: Im zweiten Quartal 2025 stieg die Ölproduktion auf 2,3 Millionen Barrel pro Tag – ein Plus von 8 Prozent zum Vorjahr. Der Nettogewinn lag bei 4,1 Milliarden Dollar, das EBITDA bei 10,2 Milliarden Dollar, obwohl der Brent-Preis von 75 auf 67 Dollar gefallen war.
Der aktuelle Investitionsplan für 2026 bis 2030 sieht 109 Milliarden Dollar vor, wovon 69,2 Milliarden in Exploration und Produktion fließen. Der Fokus liegt auf den brasilianischen Pre-Salt-Feldern, die 62 Prozent der E&P-Investitionen erhalten. Der Break-even-Preis für Brent wurde von 82 auf 59 Dollar gesenkt – ein Zeichen für gestiegene Effizienz.
Diversifizierung nimmt Fahrt auf
Neben Namibia hat Petrobras auch in Südafrika und Kolumbien Fuß gefasst. In Kolumbien entdeckte das Unternehmen Ende 2024 die größte Gaslagerstätte in der Geschichte des Landes – die Sirius-2-Bohrung. Die Kapazität entspricht fast der Hälfte der täglichen Gasproduktion von Petrobras in Brasilien.
Die Produktion soll bis 2028 auf 2,7 Millionen Barrel pro Tag steigen und bis 2034 bei 2,6 Millionen Barrel stabilisiert werden. Diese langfristige Perspektive bildet das Fundament für Kapitalrückflüsse und weiteres Wachstum – vorausgesetzt, die operativen Ziele werden erreicht und die regulatorischen Hürden genommen.
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