Petrobras Aktie: Streikgefahr gebannt

Der brasilianische Ölkonzern hat die drohenden Arbeitsniederlegungen durch eine Tarifeinigung abgewendet und zugleich neue operative Verträge sowie Gasimporte genehmigt bekommen.

Kurz zusammengefasst:
  • Tarifeinigung beendet Streikdrohung im Campos-Becken
  • Neue Genehmigung für Erdgasimporte aus Bolivien
  • Modernisierungsauftrag für Unterwasserinspektionen vergeben
  • Preissenkung für Flugkerosin um fast zehn Prozent

Anleger des brasilianischen Energieriesen können aufatmen. Nachdem drohende Arbeitsniederlegungen das Jahresende 2025 überschattet hatten, zeichnet sich zum Jahresauftakt eine deutliche Entspannung ab. Eine entscheidende Einigung mit wichtigen Gewerkschaftsvertretern sowie neue strategische Zulassungen rücken die operative Stabilität wieder in den Fokus und beseitigen unmittelbare Produktionsrisiken.

Einigung sichert Produktion

Die wichtigste Nachricht für die Märkte ist die Deeskalation im Arbeitskampf. Die Gewerkschaft Sindipetro-NF, die Arbeiter im wirtschaftlich bedeutenden Campos-Becken vertritt, hat am 30. Dezember dem Tarifangebot von Petrobras zugestimmt. Damit ist die Gefahr flächendeckender Streiks, die die Offshore-Produktion hätten lahmlegen können, vorerst vom Tisch.

Petrobras

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Obwohl einige Fraktionen zunächst Widerstand leisteten, sorgt die Zustimmung der Sindipetro-NF für die notwendige Ruhe im Betrieb. Heute findet eine Schlichtungsverhandlung vor dem Obersten Arbeitsgericht (TST) statt, um die Bedingungen formal zu besiegeln. Diese Entwicklung gibt Petrobras die nötige Planungssicherheit, um die Produktionsziele für das erste Quartal 2026 zu erreichen. Die Aktie reagierte stabil auf die Nachrichtenlage und notiert aktuell bei 4,96 Euro, womit sie sich leicht vom 52-Wochen-Tief bei 4,78 Euro abgesetzt hat.

Neue Verträge und Gas-Importe

Neben der befriedeten Personalsituation treibt das Unternehmen auch seine operative Ausrichtung voran. Petrobras vergab einen Auftrag im Wert von rund 150 Millionen US-Dollar an den norwegischen Dienstleister DOF Group. Der Vertrag sichert den Einsatz des Spezialschiffs Skandi Commander ab Januar 2027 für vier Jahre. Ziel ist die Modernisierung der Unterwasserinspektionen durch autonome Technologien, um die Langlebigkeit der Infrastruktur vor der brasilianischen Küste zu erhöhen.

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Gleichzeitig stärkt der Konzern seine Versorgungssicherheit. Die Regulierungsbehörde ANP genehmigte Petrobras ab dem 1. Januar 2026 den Import von bis zu 20 Millionen Kubikmetern Erdgas pro Tag aus Bolivien. Diese auf zwei Jahre angelegte Erlaubnis hilft dem Unternehmen, Schwankungen im Inlandsangebot besser auszugleichen und die Versorgung thermischer Kraftwerke zu sichern.

Preissenkung beim Flugbenzin

Im Downstream-Bereich passt sich Petrobras den globalen Marktbedingungen an. Zum Jahreswechsel senkte der Konzern die Preise für Flugkerosin (QAV) um 9,4 Prozent. Dieser Schritt drückt zwar rechnerisch leicht auf die Margen im Raffineriegeschäft, stellt aber die Parität zu internationalen Preisen her und dürfte die Nachfrage aus dem Luftfahrtsektor stabilisieren.

Der Fokus der Investoren liegt nun auf dem Ergebnis der heutigen Gerichtsverhandlung. Mit der Abwendung des Streiks und der Sicherung logistischer Kapazitäten hat Petrobras die wesentlichen Unsicherheitsfaktoren für den Start in das Jahr 2026 beseitigt.

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