Petrobras: SEAP I mit über 60 Milliarden Real genehmigt
Brasilianischer Ölkonzern steigert Förderung auf Rekordniveau, doch schwache Rohstoffnotierungen belasten den Aktienkurs.

Kurz zusammengefasst
- Tägliche Fördermenge steigt auf 3,23 Mio. Barrel
- Investition in Tiefwasserprojekt SEAP I beschlossen
- CEO Chambriard kritisiert frühere Privatisierungen
- Aktie verliert trotz Rekordproduktion fünf Prozent
Petrobras fördert so viel Öl wie nie zuvor. Der brasilianische Staatskonzern meldet für das erste Quartal 2026 einen operativen Höchststand. Auf dem Parkett verpufft diese Stärke aktuell. Ein schwacher Ölpreis drückt die Stimmung.
Die tägliche Fördermenge stieg auf 3,23 Millionen Barrel Öläquivalent. Das entspricht einem Plus von gut 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Haupttreiber sind neue schwimmende Produktionsanlagen. Diese laufen in wichtigen Feldern wie Búzios und Mero nun auf Hochtouren.
Ausbau der Reserven
Parallel dazu baut das Management die eigenen Ressourcen aus. Petrobras hat final entschieden, in das Tiefwasserprojekt SEAP I zu investieren. Hier fließen künftig zweistellige Milliardenbeträge in brasilianischen Reais. Obendrein kauft der Konzern Anteile am Argonauta-Feld von Partnern wie Shell. Damit steigt der eigene Anteil am lukrativen Jubarte-Reservoir auf fast 98 Prozent.
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Kritik an früheren Verkäufen
Abseits der Bohrtürme sorgt CEO Magda Chambriard für Diskussionen. Sie stellt die Ergebnisse früherer Privatisierungen öffentlich infrage. Kein Wunder. Laut der Konzernchefin sind die Margen im Vertrieb nach dem Verkauf deutlich gestiegen. Das entfacht eine neue Debatte über die strategische Rolle des Staatskonzerns auf dem heimischen Kraftstoffmarkt.
Ölpreis bremst die Aktie
An der Börse rückt die operative Stärke in den Hintergrund. Die Petrobras-Aktie verlor auf Wochensicht rund fünf Prozent. Sie schloss am Donnerstag bei 7,65 Euro. Der Grund liegt auf dem globalen Rohstoffmarkt. Der Preis für die Nordseesorte Brent rutschte Anfang Mai unter 100 US-Dollar. Marktbeobachter verweisen auf aktuelle diplomatische Gespräche zwischen den USA und Iran.
Trotz des jüngsten Rücksetzers bleibt der Aufwärtstrend intakt. Seit Jahresbeginn steht bei dem Papier ein sattes Plus von fast 54 Prozent. Mitte Mai legt Petrobras die detaillierten Quartalszahlen vor. Dann wird klar, wie viel Gewinn der Produktionsrekord tatsächlich bringt.
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