Pfizer Aktie: Trispecifischer Antikörper überzeugt

Pfizers experimenteller Antikörper Tilrekimig erzielt positive Ergebnisse in einer Phase-2-Studie bei atopischer Dermatitis. Die Entwicklung wird nun für Phase-3-Studien beschleunigt.

Kurz zusammengefasst:
  • Positive Phase-2-Daten bei atopischer Dermatitis
  • Antikörper blockiert drei Entzündungswege gleichzeitig
  • Niedrigere Nebenwirkungsrate als bei Konkurrenzprodukten
  • Weitere Studien in Asthma und COPD bereits angelaufen

Pfizer hat einen wichtigen Schritt in seiner Immunologie-Pipeline vollzogen. Der experimentelle Antikörper Tilrekimig hat in einer Phase-2-Studie bei mittelschwerer bis schwerer atopischer Dermatitis positive Ergebnisse geliefert — und der Konzern beschleunigt nun die Entwicklung in Richtung zulassungsrelevanter Phase-3-Studien.

Was die Studiendaten zeigen

In der Studie wurden 269 Patienten über 16 Wochen mit drei verschiedenen monatlichen Dosierungen oder Placebo behandelt. Das primäre Ziel — der Anteil der Patienten, die den EASI-75-Wert erreichten — wurde in allen Dosisgruppen statistisch signifikant übertroffen. Placebo-adjustiert lagen die Ansprechraten bei 38,7 % (niedrige Dosis), 51,9 % (mittlere) und 49,4 % (hohe Dosis). Das Sicherheitsprofil war mit Placebo vergleichbar; drei schwerwiegende Ereignisse wurden als nicht behandlungsbedingt eingestuft.

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Bemerkenswert ist dabei die Rate an Bindehautentzündungen, die bei Tilrekimig niedriger ausfiel als bei herkömmlichen Anti-IL-4/IL-13-Biologika. Das könnte ein Vorteil gegenüber Sanofi’s Dupixent sein — dem unangefochtenen Marktführer im Segment.

Ein Molekül gegen drei Zielstrukturen

Tilrekimig ist ein sogenannter trispecifischer Antikörper: Er blockiert gleichzeitig Interleukin-4, Interleukin-13 und den thymic stromal lymphopoietin (TSLP)-Signalweg. Dieser Dreifach-Ansatz soll eine umfassendere Kontrolle der Typ-2-Entzündungsreaktion ermöglichen als bestehende Biologika, die nur zwei dieser Pfade adressieren.

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Pfizer-Manager Mike Vincent formulierte den Anspruch klar: Das Molekül solle eine verbesserte Wirksamkeit gegenüber dem aktuellen Behandlungsstandard liefern — zu dem neben Dupixent auch AbbVies oraler JAK-Inhibitor Rinvoq zählt. Zum Vergleich: Johnson & Johnson hat seinen eigenen Kandidaten in einem ähnlichen Indikationsgebiet nach einer geplanten Zwischenanalyse bereits vorzeitig gestoppt, weil die Wirksamkeitshürde nicht erreicht wurde.

Ambitionen weit über Neurodermitis hinaus

Pfizer sieht Tilrekimig nicht als reines Eczem-Medikament. Parallel zur geplanten Phase-3-Studie in atopischer Dermatitis — die noch in diesem Jahr starten soll — läuft bereits eine Phase-2-Studie in Asthma. Zudem hat Pfizer kürzlich eine Phase-2b/3-Studie in COPD initiiert. Das Molekül könnte damit zu einem Breitband-Asset in der Typ-2-Immunologie werden.

Allerdings warnt Tanuj Sircar vom Marktforschungsunternehmen GlobalData vor überzogenem Optimismus: Selbst bei einer Zulassung dürften Ärzte zunächst etablierten Biologika den Vorzug geben. Tilrekimig wird eine klare Differenzierungsstory brauchen — klinisch wie kommerziell —, um sich gegen Dupixent und Rinvoq zu behaupten. Die Phase-3-Daten werden diese Frage letztlich entscheiden.

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