Planethic Aktie: Voigt und Bredack sichern Finanzierung
Planethic Group sichert die Finanzierung der Sanierung, während das Eigenverwaltungsverfahren bis zum Jahresende abgeschlossen werden soll.

Kurz zusammengefasst
- Finanzierung durch Voigt und Bredack
- Gläubigerausschuss begleitet den Sanierungsprozess
- Torsten Martini überwacht die Eigenverwaltung
- Aktie steigt um 7,3 Prozent
Die Planethic Group AG, ehemals unter dem Namen Veganz bekannt, treibt ihre Neuausrichtung unter dem Schutz des Insolvenzrechts voran. Nachdem das Amtsgericht Potsdam das Verfahren in Eigenverwaltung vor rund zwei Wochen eröffnet hat, konkretisieren sich nun die Pläne für die kommenden Monate. Ziel der Unternehmensführung ist es, das gesamte Verfahren bereits bis zum Ende des laufenden Kalenderjahres abzuschließen.
Finanzierung durch Gründer und Management gesichert
Ein zentraler Baustein für die Fortführung des Geschäftsbetriebs ist die Sicherstellung der Liquidität. Medienberichten zufolge wird die Finanzierung der Gruppe durch den aktuellen CEO Sascha Voigt sowie den Firmengründer Jan Bredack gewährleistet.
Diese Zusage ermöglicht es dem Unternehmen, die laufenden operativen Prozesse aufrechtzuerhalten, während die restrukturierenden Maßnahmen umgesetzt werden. Parallel dazu wurde ein Gläubigerausschuss bestellt, um die Interessen der Forderungsinhaber im laufenden Prozess zu wahren.
Die strategische Transformation des Konzerns, die auf eine Entwicklung hin zu einer reinen Beteiligungsholding abzielt, wird vonseiten der Gesellschaft als weitgehend abgeschlossen bezeichnet. Dieser Umbau war bereits vor der Einleitung des rechtlichen Verfahrens eingeleitet worden und soll die Grundlage für die künftige Ausrichtung der Planethic Group bilden.
Sachwalter überwacht Eigenverwaltung
In der gewählten Form der Eigenverwaltung behält das Management die operative Kontrolle, wird jedoch durch einen gerichtlich bestellten Sachwalter überwacht. Das Amtsgericht Potsdam hat hierfür Prof. Dr. Torsten Martini von der Kanzlei GÖRG eingesetzt. Er hat die Aufgabe, die wirtschaftliche Lage des Unternehmens im Sinne der Gläubiger zu prüfen und den Sanierungsprozess unter dem Aktenzeichen 650 IN 179/26 zu begleiten.
An der Börse wird die Entwicklung am heutigen Mittwoch positiv aufgenommen. Das Papier legt um 7,3 % zu und notiert bei 1,10 €. Trotz der aktuellen Erholungstendenzen verdeutlicht der Blick auf die langfristige Entwicklung den massiven Wertverlust der vergangenen Monate: Der Titel notiert derzeit rund 92 % unter seinem 52-Wochen-Hoch, das am 9. September des Vorjahres noch bei 14,45 € markiert wurde.
Die kommenden Monate werden zeigen, ob der straffe Zeitplan bis zum Jahreswechsel eingehalten werden kann und wie die Gläubiger auf den geplanten Sanierungsabschluss reagieren.
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