Platin: Angriff im Golf

Ein Angriff auf einen Tanker in der Straße von Hormus lenkt den Fokus auf die Versorgungssicherheit von Platin. Die geopolitischen Spannungen könnten die jüngste Preiserholung des Metalls beeinflussen.

Dieter Jaworski ·
Platin Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Angriff in strategisch wichtiger Schifffahrtsstraße
  • Platinpreis zuletzt um drei Prozent gestiegen
  • Gold-Platin-Verhältnis zeigt Risikobewertung
  • Hohe Volatilität durch Sanktionspolitik erwartet

Der Optimismus an den Edelmetallmärkten erhielt am Wochenende einen herben Dämpfer. Das britische Militär meldete am 18. April einen iranischen Angriff auf einen Tanker in der Straße von Hormus. Damit rückt die Versorgungssicherheit für Platin schlagartig wieder in das Zentrum der Aufmerksamkeit.

Geopolitik verdrängt Markttechnik

Diese Eskalation beendet eine kurze Phase der Entspannung. Zuvor hofften Marktteilnehmer auf diplomatische Lösungen und eine dauerhafte Stabilisierung der Handelsrouten. Platin reagiert besonders sensibel auf Störungen in dieser strategisch wichtigen Passage. In den vergangenen sieben Tagen kletterte der Preis bereits um knapp drei Prozent.

Am Freitag beendete das Metall den Handel bei 2.114,40 USD. Damit notiert der Kurs rund zwei Prozent über seinem 50-Tage-Durchschnitt. Indes liegt der Preis noch deutlich unter dem 52-Wochen-Hoch von etwa 2.773 USD aus dem Januar. Marktbeobachter achten nun auf die Reaktion des Spotpreises bei Handelsbeginn am Montag.

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Das Gold-Platin-Verhältnis liefert ein weiteres Signal für die veränderte Stimmung. Seit November 2025 sinkt dieser Indikator kontinuierlich. Dies deutet darauf hin, dass Investoren geopolitische Risikoprämien neu bewerten. Der aktuelle Angriff dürfte diesen Trend verstärken, da er die Fragilität der globalen Lieferketten unterstreicht.

Sanktionen und Seewege im Blick

Die kommenden Tage stehen im Zeichen der Diplomatie. Die USA, Deutschland, Frankreich und Großbritannien beraten über eine multinationale Mission zur Sicherung der Seewege. Parallel dazu bleibt die Sanktionspolitik ein treibender Faktor für die Preisbildung.

Ein wichtiger Termin folgt am 16. Mai: Dann endet die aktuelle Frist für US-Sanktionslockerungen bei russischem Öl. Bis dahin dürfte die Volatilität, die zuletzt bei 38 Prozent lag, hoch bleiben. Jegliche Meldung über eine dauerhafte Sicherung der Handelsrouten könnte die Lage kurzfristig entspannen.

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