Plug Power Aktie: 21 Prozent in sieben Tagen verloren
Die Aktie von Plug Power notiert nur knapp über ihrem 50-Tage-Durchschnitt. Ein Unterschreiten dieser Marke könnte weitere Verluste auslösen.

Kurz zusammengefasst
- Kurs nahe 50-Tage-Linie bei 2,75 Euro
- Risiko eines weiteren Kursrückgangs
- Analysten sehen begrenztes Aufwärtspotenzial
- Hohe Volatilität und Leerverkaufsquote
Vom Tiefpunkt bei 94 Cent bis auf 3,72 Euro — Plug Power lieferte in den vergangenen zwölf Monaten eine der heftigsten Erholungen im Wasserstoffsektor. Jetzt dreht die Bewegung abrupt. In nur sieben Tagen verlor die Aktie mehr als 21 Prozent und notiert wieder knapp über einer Marke, die über den weiteren Kursverlauf entscheiden dürfte.
Auf der Kippe: der 50-Tage-Durchschnitt
Der aktuelle Schlusskurs von 2,77 Euro liegt gerade einmal 0,74 Prozent über dem 50-Tage-Durchschnitt bei 2,75 Euro. Das ist kein Puffer — das ist direkter Kontakt mit der Unterstützungslinie.
Hält diese Zone nicht, öffnet sich der Weg in Richtung 2,30 Euro, wo der 100-Tage-Durchschnitt liegt. Darunter wartet der 200-Tage-Durchschnitt bei 2,17 Euro. Beide Linien zusammen bilden eine breite Auffangzone — aber bis dorthin wären es weitere 20 Prozent Kursverlust.
Der längerfristige Trend ist trotzdem noch intakt. Der aktuelle Kurs liegt rund 28 Prozent über dem 200-Tage-Durchschnitt. Seit Jahresbeginn steht die Aktie mit plus 46 Prozent immer noch deutlich im Plus.
RSI und Volatilität: kein Entwarnung
Der 14-Tage-RSI liegt bei 42,1 — neutral, aber mit klarer Abwärtstendenz. Rutscht er weiter in Richtung 30, wäre das ein Signal, dass der Verkaufsdruck noch nicht erschöpft ist. Erst ein Anstieg zurück über die 50er-Marke würde auf eine Stabilisierung hindeuten.
Hinzu kommt die strukturelle Eigenheit der Aktie: Die annualisierte 30-Tage-Volatilität liegt bei über 100 Prozent. Rund ein Viertel des Streubesitzes ist leerverkauft. Das verstärkt Bewegungen in beide Richtungen — nach oben wie nach unten.
Was Analysten sagen
25 Analysten stufen die Aktie im Konsens mit „Halten“ ein. Das Kursziel liegt bei 3,13 Euro — etwa 13 Prozent über dem aktuellen Niveau. Das impliziert, dass Profis zwar kein großes Aufwärtspotenzial sehen, aber auch keine fundamentale Trendwende erwarten.
Kein Wunder, dass die Meinungen gespalten sind. Auf der einen Seite verbesserte Umsetzung, auf der anderen Seite weiterhin offene Fragen zu Profitabilität und Kapitalbedarf.
Der entscheidende Punkt bleibt technischer Natur: Schließt die Aktie mehrfach unter 2,75 Euro, dreht der 50-Tage-Durchschnitt von Unterstützung zu Widerstand. Eine Rückkehr über 3,00 Euro hingegen würde signalisieren, dass die Korrektur ausgelaufen ist — und den Weg zum Analystenziel bei 3,13 Euro wieder öffnen.
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