Plug Power Aktie: 30-MW-Projekt Barrow in Umsetzung
Plug Power erreicht finale Investitionsentscheidung für 30-MW-Wasserstoffanlage in Barrow. Das Projekt soll Kimberly-Clark mit grünem Wasserstoff versorgen.

Kurz zusammengefasst
- Finale Investitionsentscheidung für UK-Projekt
- 30-MW-Elektrolyseanlage in Barrow-in-Furness
- Versorgung von Kimberly-Clark mit grünem Wasserstoff
- Aktie trotz Projektfortschritt im Wochenminus
Plug Power meldet einen wichtigen Fortschritt in Großbritannien. Das Barrow-Green-Hydrogen-Projekt hat die finale Investitionsentscheidung erreicht und rückt damit in die Umsetzungsphase. Für den Wasserstoffspezialisten zählt das: Das 30-Megawatt-Vorhaben ist das erste von drei geplanten britischen Projekten, das in den Bau übergeht.
Die Aktie bleibt dennoch ein Nerventest. Am Mittwoch notiert Plug Power bei 2,91 Euro, ein Tagesplus von 1,94 Prozent, liegt auf Wochensicht aber 14,03 Prozent im Minus.
Barrow geht in die Umsetzung
Plug Power liefert für die Anlage in Barrow-in-Furness seine GenEco-PEM-Elektrolyseure. Vorgesehen ist eine Kapazität von 30 Megawatt, die mithilfe erneuerbaren Stroms grünen Wasserstoff erzeugen soll. Projektentwickler ist GHECO, ein Gemeinschaftsunternehmen von Schroders Greencoat und Carlton Power.
Der Wasserstoff soll vor allem das lokale Werk von Kimberly-Clark versorgen, bekannt für Marken wie Andrex und Kleenex. Die Anlage wird voraussichtlich rund 100 Gigawattstunden grünen Wasserstoff pro Jahr liefern. Kimberly-Clark will damit den Erdgasverbrauch am Standort um bis zu 50 Prozent senken und die CO₂-Emissionen jährlich um 18.300 Tonnen reduzieren.
Die Stromversorgung ist ebenfalls ein wichtiger Baustein. Der erneuerbare Strom für die Elektrolyse wurde über einen langfristigen Abnahmevertrag mit SEFE abgesichert. Damit bekommt das Projekt mehr Planbarkeit bei einem zentralen Kostenfaktor.
Pipeline trifft auf Finanzdruck
Barrow gehört zu einem größeren Rahmenvertrag über zusammen 55 Megawatt Elektrolyseurleistung an britischen Standorten. Die weiteren Projekte in Trafford und Langage befinden sich noch in der Entwicklung. Für Plug Power ist der Schritt in Barrow deshalb mehr als ein einzelner Auftrag: Er zeigt, dass zumindest ein Teil der angekündigten Pipeline in reale Umsetzung übergeht.
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International arbeitet das Unternehmen an weiteren Großprojekten. Dazu zählen ein 25-Megawatt-System für ein Gemeinschaftsprojekt von BP und Iberdrola in Spanien, ein 100-Megawatt-Projekt mit Galp in Portugal sowie Planungsarbeiten für ein 275-Megawatt-Projekt mit Hy2gen in Kanada.
Finanziell bleibt die Lage anspruchsvoll. Nach den Zahlen vom 11. Mai meldete Plug Power für das erste Quartal 2026 einen Umsatz von 163,5 Millionen Dollar, ein Plus von 22 Prozent zum Vorjahr. Das Wachstum ist da, die Profitabilität bleibt der härtere Teil der Geschichte.
Zum Quartalsende verfügte Plug Power über 802 Millionen Dollar an liquiden Mitteln, inklusive gebundener Gelder. Das Management arbeitet parallel an Maßnahmen zur Stärkung der Liquidität, darunter eine ITC-Veräußerung über 39,2 Millionen Dollar sowie eine Transaktion mit Stream Data Centers über 142 Millionen Dollar.
Ausblick bleibt eng getaktet
Für das laufende Geschäftsjahr peilt das Management weiter ein Umsatzwachstum von 13 bis 15 Prozent an. Rund 60 Prozent des Jahresumsatzes sollen in der zweiten Jahreshälfte anfallen. Damit liegt ein erheblicher Teil der Zielerreichung noch vor dem Unternehmen.
Der nächste Prüfstein folgt schnell: Am 28. Mai präsentiert Plug Power auf der Craig-Hallum-Konferenz, am 11. Juni steht die virtuelle Hauptversammlung an. Bis dahin dürfte Barrow als operativer Fortschritt zählen, während Liquidität und Margen die eigentliche Messlatte bleiben.
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