Plug Power Aktie: 343 Prozent Wachstum im Elektrolyseur-Geschäft

Plug Power übertrifft Umsatzerwartungen und verbessert Margen deutlich. Analysten heben Kursziele an, der Weg zur Profitabilität rückt näher.

Eduard Altmann ·
Plug Power Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Umsatz steigt um 22 Prozent
  • Bruttomarge verbessert sich deutlich
  • Analysten erhöhen Kursziele
  • EBITDA-Ziel für 2026 bestätigt

Plug Power liefert zum Jahresauftakt genau die Mischung, auf die der Markt gewartet hat: mehr Umsatz als erwartet und klare Fortschritte bei den Kosten. Wachstum allein reichte bei dem Wasserstoffspezialisten lange nicht, weil hohe Verluste die Story belasteten. Nun rückt das Ziel eines positiven EBITDA Ende 2026 wieder stärker in den Blick.

Die Aktie reagiert entsprechend kräftig. Am Dienstag steigt sie auf 3,31 Euro, ein Plus von 11,95 Prozent zum Vortag. Seit Jahresanfang steht damit ein Zuwachs von 74,39 Prozent zu Buche.

Analysten ziehen nach

Nach den Quartalszahlen passten mehrere Häuser ihre Erwartungen an. Canaccord Genuity erhöhte das Kursziel von 2,50 auf 4,00 Dollar und bleibt bei „Hold“. Clear Street zog ebenfalls auf 4,00 Dollar nach und vergibt weiterhin „Buy“.

Der breite Marktkonsens bleibt noch vorsichtiger. Im Schnitt liegt das Kursziel bei 3,03 Dollar, die Einstufung im Markt bleibt bei „Hold“. Auffällig ist auch die Bewegung bei institutionellen Investoren: Mitsubishi UFJ Asset Management hielt zuletzt 781.452 Aktien im Wert von rund 1,54 Millionen Dollar.

Umsatz schlägt Erwartungen

Operativ fiel der Start ins Jahr besser aus als gedacht. Plug Power erzielte im ersten Quartal einen Umsatz von 163,5 Millionen Dollar, ein Plus von 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der bereinigte Verlust je Aktie lag bei 0,08 Dollar und damit unter den erwarteten Fehlbeträgen.

Der stärkste Impuls kam aus dem Elektrolyseur-Geschäft. Dort sprang der Umsatz um 343 Prozent auf 40,8 Millionen Dollar, nach 9,2 Millionen Dollar im Vorjahr. Auch die Verkäufe von Wasserstoffkraftstoff legten spürbar zu.

Unterm Strich bleibt Plug Power aber tief in den roten Zahlen. Der Nettoverlust belief sich auf 245,3 Millionen Dollar. Ein wesentlicher Teil davon hing mit nicht zahlungswirksamen Anpassungen bei Wandelanleihen zusammen.

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Kostenprogramm zeigt Wirkung

Das zentrale Signal steckt in den Margen. Die Bruttomarge verbesserte sich auf minus 13 Prozent, nach minus 55 Prozent im Vorjahresquartal. Das Kostenprogramm „Project Quantum Leap“ beginnt damit sichtbar in den Zahlen anzukommen.

Auch einzelne Bausteine verbessern sich. Die Marge im Wasserstoffkraftstoff-Geschäft legte um 54 Prozentpunkte zu, die Servicekosten für GenDrive sanken um 30 Prozent. Bei den operativen Ausgaben peilt das Management eine laufende Quartalsbasis von rund 75 Millionen Dollar an.

Bei der Liquidität bleibt der Blick dennoch entscheidend. Plug Power verfügt über 802 Millionen Dollar an Barmitteln, davon 223,2 Millionen Dollar frei verfügbar und 579 Millionen Dollar gebunden oder verpfändet.

Zusätzlichen Spielraum sollen geplante Vermögensverkäufe von mehr als 275 Millionen Dollar bringen. Außerdem erwartet das Unternehmen eine Steuergutschrift aus Louisiana über 39,2 Millionen Dollar bis Ende Mai. Ein Geschäft mit Stream Data Centers ist für Juni 2026 vorgesehen.

Für das Gesamtjahr hält Plug Power an einem Umsatzwachstum von 13 bis 15 Prozent fest. Das Management zielt weiter auf ein positives EBITDA im vierten Quartal 2026. Ab dem laufenden Quartal rechnet es mit wieder steigenden Erlösen gegenüber dem jeweiligen Vorquartal.

Ein weiterer Nachfrageimpuls dürfte später im Jahr kommen: Amazon plant eine Flottenerneuerung mit rund 20.000 Einheiten, der Start ist für Ende 2026 vorgesehen. Bis dahin muss Plug Power zeigen, dass die bessere Kostenstruktur nicht nur ein Quartalseffekt bleibt, sondern den Weg zur operativen Profitabilität tatsächlich verkürzt.

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Plug Power Aktie

3,28 EUR

+ 0,32 EUR +10,87 %
KGV 0,00
Sektor Industrieunternehmen
Div.-Rendite 0,00 %
Marktkapitalisierung 4,91 Mrd. EUR
ISIN: US72919P2020 WKN: A1JA81

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