Plug Power Aktie: 40,8 Millionen im Elektrolyseur-Geschäft
Bis Ende Juni muss der Verkauf des Project Gateway an Stream Data Centers abgeschlossen sein. Der Erlös von bis zu 142 Millionen Dollar ist zentral für den Sanierungsplan von CEO Crespo.

Kurz zusammengefasst
- Verkaufsfrist endet am 30. Juni
- Erlös von bis zu 142 Millionen Dollar
- Umsatzwachstum von 22 Prozent im Q1
- CEO Crespo plant Profitabilität bis 2028
Bis zum 30. Juni hat Plug Power eine Frist. An diesem Datum muss der Verkauf des sogenannten Project Gateway an Stream Data Centers abgeschlossen sein. Der Deal ist kein gewöhnlicher Immobilienverkauf — er ist das Fundament des gesamten Sanierungsplans.
142 Millionen Dollar bis Ende des Monats
Plug Power hat mit Stream Data Centers eine verbindliche Vereinbarung über den Verkauf eines Geländes in New York getroffen. Der Mindesterlös liegt bei 132,5 Millionen Dollar. Je nach Abschlusszeitpunkt und bestimmten Bedingungen können es bis zu 142 Millionen Dollar werden.
Der Deal ist Teil eines breiteren Programms zur Monetarisierung von Infrastruktur im Gesamtvolumen von 275 Millionen Dollar. CEO Jose Luis Crespo — seit März 2026 im Amt — nennt das Programm „Project Quantum Leap“. Das Ziel: die laufenden Operationen finanzieren, ohne neue Aktien auszugeben.
Starke Q1-Zahlen, schwacher Kurs
Die Aktie notiert bei 2,40 Euro und hat in den vergangenen 30 Tagen rund 29 Prozent verloren. Dabei laufen die operativen Geschäfte besser als lange zuvor.
Im ersten Quartal 2026 stieg der Umsatz um 22 Prozent auf 163,5 Millionen Dollar. Die GAAP-Bruttomarge verbesserte sich von minus 55 Prozent auf minus 13 Prozent. Besonders das Elektrolyseur-Geschäft zog an: Der Umsatz kletterte von 9,2 auf 40,8 Millionen Dollar — getrieben durch Projektabschlüsse in Europa und einen neuen Auftrag über 275 MW in Kanada.
Der Markt honoriert diese Fortschritte bislang nicht. Ein breiter Ausverkauf im Wasserstoffsektor drückt auch auf Plug Power — unabhängig von den eigenen Zahlen.
Crespos Fahrplan bis 2028
Crespo hat eine klare Zeitlinie vorgegeben. Positives EBITDAS soll bis Ende 2026 erreicht werden, positives operatives Ergebnis bis Ende 2027, vollständige Profitabilität bis Ende 2028.
Plug Power produziert Wasserstoff inzwischen teilweise selbst — in Anlagen in Tennessee, Georgia und Louisiana mit einer kombinierten Kapazität von rund 40 Tonnen Flüssigwasserstoff. Das reduziert die Abhängigkeit von teurem Fremdwasserstoff und verbessert die Margen strukturell.
Der RSI liegt bei 34,1 und nähert sich damit dem überverkauften Bereich. Die Aktie notiert rund 14 Prozent unterhalb ihres 50-Tage-Durchschnitts von 2,80 Euro. Kein Wunder, dass Anleger nervös reagieren.
Schließt der Gateway-Deal bis zum 30. Juni, fließen bis zu 142 Millionen Dollar in die Kasse — und Crespos Restrukturierungsplan besteht seinen ersten echten Belastungstest. Scheitert der Abschluss, gerät der gesamte Finanzierungsplan unter Druck. Der nächste Datenpunkt danach: die Q2-Zahlen, voraussichtlich im August.
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