Plug Power Aktie: 90,5 Millionen Dollar aus Texas-Deal
Plug Power sichert sich durch Anlagenverkäufe in Texas und New York bis zu 90,5 Millionen Dollar an frischer Liquidität. Der Aktienkurs bleibt jedoch unter Druck und zeigt technische Überverkaufsignale.

Kurz zusammengefasst
- Verkauf von Texas-Projekt bringt Millionen
- Gateway-Deal in New York angepasst
- Aktie technisch stark überverkauft
- Kursziel der Analysten bei 3,22 Dollar
Plug Power verkauft Anlagen, um an frisches Geld zu kommen. Der Kurs der Aktie zeigt trotzdem nach unten. Am Montag schloss das Papier bei 1,90 Euro — mitten in einer Verkaufsserie, die den Titel technisch stark überverkauft aussehen lässt.
Texas-Deal bringt bis zu 90,5 Millionen Dollar
Plug Power hat einen bindenden Vertrag für sein Projekt in Graham, Texas unterschrieben. Der Verkauf bringt bis zu 76,5 Millionen Dollar. Rechnet man rund 14 Millionen Dollar aus einem freiwerdenden Bar-Sicherheitseinbehalt hinzu, kommt der Konzern auf etwa 90,5 Millionen Dollar an zusätzlicher Liquidität. Der Abschluss ist für Ende Juli geplant.
Parallel dazu passt Plug Power die Bedingungen für sein Gateway-Projekt im Bundesstaat New York an. Der Partner Stream gibt eine Kaution von 6,5 Millionen Dollar frei und hinterlegt eine neue Landkaufkaution über 10 Millionen Dollar. Der Grundstücksverkauf soll zuerst abgeschlossen werden. Für die übrigen Vermögenswerte verschiebt sich der Termin auf März 2027, da noch behördliche Genehmigungen ausstehen. Der Kaufpreis von 142 Millionen Dollar bleibt unverändert.
Die Kasse vor den neuen Zuflüssen
Vor den beiden Transaktionen sah die Bilanz eher dünn aus. Zum 30. Juni 2026 hielt Plug Power rund 162 Millionen Dollar an frei verfügbaren liquiden Mitteln. Das Management ordnet die Verkäufe in eine breitere Strategie ein: Die Deals sollen die Infrastruktur optimieren und die Liquiditätsziele für 2026 absichern.
Der Zeitpunkt der Meldung fällt in ein schwieriges Marktumfeld. Bereits im vorbörslichen Handel am Montag gab die Aktie nach, während Anleger generell risikoscheu agierten. Die Wall Street bleibt bei ihrer vorsichtigen Haltung: Das Konsensrating lautet „Hold“, das durchschnittliche Kursziel liegt bei 3,22 Dollar.
Charttechnik zeigt starken Ausverkauf
Die Kursdaten machen das Ausmaß der Talfahrt deutlich. In den vergangenen sieben Handelstagen verlor die Aktie 12,72 Prozent, auf Monatssicht sind es 21,52 Prozent. Seit Jahresbeginn steht der Titel praktisch bei null, mit einem minimalen Plus von 0,04 Prozent.
Vom 52-Wochen-Hoch bei 3,72 Euro, erreicht am 2. Juni 2026, trennen die Aktie inzwischen 48,90 Prozent. Zum 52-Wochen-Tief bei 1,21 Euro aus dem August 2025 liegt noch ein Abstand von 57,42 Prozent. Der RSI auf 14-Tage-Basis steht bei 25,9 — ein Wert, den Techniker klar als überverkauft einstufen.
Auch die gleitenden Durchschnitte signalisieren Schwäche. Die Aktie notiert 29,88 Prozent unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 2,71 Euro und 15,87 Prozent unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 2,26 Euro. Die annualisierte 30-Tage-Volatilität liegt bei 58,98 Prozent — ein Hinweis auf die heftigen Tagesausschläge, die den Titel zuletzt geprägt haben.
Die Verkäufe von Graham und Gateway reihen sich in eine Serie von Vermögensverkäufen ein, mit denen Plug Power seine Bilanz stärken will, ohne zusätzliche Aktien auszugeben. Der Texas-Deal soll bis Ende Juli abgeschlossen sein, der Landverkauf im Gateway-Projekt läuft parallel. Ob die zusätzlichen rund 90,5 Millionen Dollar tatsächlich fristgerecht fließen und die Kassenreserven vor dem nächsten Quartalsbericht spürbar entlasten, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.
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