Plug Power Aktie: Bruttomarge auf minus 13 Prozent verbessert

Plug Power übertrifft Umsatzerwartungen und verbessert Bruttomarge deutlich, während hoher Cash-Verbrauch und Liquiditätssorgen bestehen bleiben.

Eduard Altmann ·
Plug Power Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Umsatz steigt um 22 Prozent
  • Bruttomarge verbessert sich auf minus 13 Prozent
  • Liquidität sinkt auf 802 Millionen Dollar
  • Asset-Verkäufe sollen Cash-Lücke schließen

Plug Power liefert genau die Mischung, die spekulative Wasserstoffwerte bewegt: mehr Umsatz, bessere Marge, aber weiter hoher Cash-Bedarf. Nach den Zahlen für das erste Quartal 2026 griffen Käufer zu. Operativ wird es besser. Finanziell bleibt der Druck hoch.

Die Aktie schloss in Deutschland bei 2,95 Euro, ein Plus von 11,36 Prozent. Auf Monatssicht steht ein Zuwachs von 25,44 Prozent. Seit Jahresbeginn hat sich der Wert um mehr als die Hälfte erholt.

Umsatz schlägt die Erwartungen

Der Umsatz stieg um 22 Prozent auf 163,5 Millionen Dollar. Damit lag Plug Power über den Markterwartungen, die am oberen Ende bei 148 Millionen Dollar lagen.

Beim Ergebnis bleibt das Bild gemischt. Nach US-Rechnungslegung weitete sich der Nettoverlust auf 245,3 Millionen Dollar aus. Je Aktie entsprach das 0,18 Dollar, nach 196,7 Millionen Dollar Verlust im Vorjahresquartal.

Diese rote Zahl erzählt aber nicht die ganze Geschichte. Ein erheblicher Teil kam nicht aus dem laufenden Geschäft.

Plug Power verbuchte nicht zahlungswirksame Belastungen von rund 140 Millionen Dollar. Davon entfielen 70,8 Millionen Dollar auf Wandelanleihen. Weitere 54,6 Millionen Dollar hingen mit Optionsschein-Verbindlichkeiten zusammen.

Bereinigt lag der Nettoverlust bei 105,5 Millionen Dollar. Je Aktie verlor Plug Power 0,08 Dollar. Der Markt hatte mit einem Minus von 0,10 Dollar gerechnet.

Für die Aktie zählte vor allem die Marge. Hier zeigte sich der Fortschritt deutlich.

Die Bruttomarge nach US-Rechnungslegung verbesserte sich auf minus 13 Prozent. Im Vorjahresquartal hatte sie noch bei minus 55 Prozent gelegen. Das entspricht einer Verbesserung um 71 Prozent.

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Liquidität bleibt der Engpass

Die Kasse schrumpft weiter. Ende März hielt Plug Power 802 Millionen Dollar an liquiden Mitteln. Im Vorquartal waren es noch 1,08 Milliarden Dollar, belastet durch 150 Millionen Dollar operativen Mittelabfluss.

Das ist der wunde Punkt der Story. Wachstum und bessere Margen helfen nur, wenn der Cash-Verbrauch schnell genug sinkt.

Das Management setzt deshalb auf den Verkauf von Vermögenswerten. Im laufenden Halbjahr sollen daraus rund 275 Millionen Dollar zufließen. Dazu gehört der geplante Verkauf einer Steuergutschrift für 39,2 Millionen Dollar bis Monatsende.

Ziele bleiben ambitioniert

CEO Jose Luis Crespo hält am Pfad Richtung Profitabilität fest. Plug Power peilt für das Schlussquartal ein positives bereinigtes EBITDAS an. EBITDAS klammert Zinsen, Steuern, Abschreibungen und aktienbasierte Vergütung aus.

Danach soll das operative Ergebnis bis Ende 2027 positiv werden. Volle Profitabilität stellt das Management für Ende 2028 in Aussicht. Das ist ein langer Weg, aber die Margenentwicklung gibt dem Plan mehr Substanz.

Auch andere Brennstoffzellenwerte legten kräftig zu. FuelCell Energy sprang um 18 Prozent, Bloom Energy um 12 Prozent. Rückenwind kommt vom Bedarf an eigener Stromversorgung für KI-Rechenzentren, weil Netzanschlüsse oft Jahre dauern.

Die Analysten bleiben gespalten. Clear Street hält an „Buy“ fest und nennt ein Kursziel von 3,50 Dollar. Susquehanna bleibt bei „Neutral“ mit einem Ziel von 2,75 Dollar.

Bis zum Sommer zählt nun, ob die angekündigte Asset-Monetarisierung Geld bringt und der operative Cash-Abfluss sinkt. Gelingt das, bekommt die Rally eine fundamentalere Basis. Reißt der Zeitplan, rückt die Liquidität wieder in den Mittelpunkt.

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Plug Power Aktie

3,02 EUR

+ 0,36 EUR +13,37 %
KGV 0,00
Sektor Industrieunternehmen
Div.-Rendite 0,00 %
Marktkapitalisierung 4,35 Mrd. EUR
ISIN: US72919P2020 WKN: A1JA81

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