Am 29. Januar 2026 steht für Plug Power eine Richtungsentscheidung an: Die Aktionäre stimmen über eine Verdoppelung der genehmigten Aktienanzahl ab – von 1,5 auf 3,0 Milliarden Stück. CEO Andy Marsh sucht vorab den direkten Dialog mit Kleinanlegern und beantwortet heute ab 20 Uhr deutscher Zeit Fragen auf Reddit. Eine ungewöhnliche Aktion, die zeigt, wie wichtig dem Unternehmen die Abstimmung ist.
Warum die Abstimmung so brisant ist
Plug Power hat derzeit weniger als 0,4% seiner genehmigten Aktien zur Verfügung. Ohne Spielraum für Kapitalmaßnahmen droht dem Wasserstoff-Spezialisten die Handlungsunfähigkeit. Die Lösung soll die Aufstockung bringen – doch genau diese scheiterte bereits 2025.
Damals stimmten zwar 84% der abgegebenen Stimmen dafür, dennoch reichte es nicht: Die Satzung von Plug Power verlangt eine Mehrheit aller ausgegebenen Aktien. Nicht abgegebene Stimmen zählen faktisch als Gegenstimme. Um dieses Problem künftig zu lösen, soll parallel die Abstimmungsregel an das Delaware-Gesellschaftsrecht angepasst werden.
Scheitert die Abstimmung erneut, hat das Management einen Plan B angekündigt: einen Reverse Split. Dieser würde die Anzahl der Aktien reduzieren und so rechnerisch wieder Spielraum schaffen – allerdings ein umstrittener Schritt, der bei Anlegern oft auf Ablehnung stößt.
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Walmart-Deal räumt Altlast auf
Anfang Januar gelang Plug Power eine wichtige Bereinigung der Bilanz: Walmart verzichtete im Rahmen einer 15-Jahres-Lizenzvereinbarung auf sämtliche Optionsrechte zum Kauf von bis zu 42,2 Millionen Aktien. Diese Warrants stammten aus einem Deal von 2017 und hatten Investoren lange verunsichert. Die potenzielle Verwässerung ist nun vom Tisch.
Führungswechsel im März
Im März übernimmt Jose Luis Crespo das Ruder als neuer CEO. Andy Marsh, seit 2008 an der Spitze, wechselt in die Position des Executive Chairman. Für den März ist ein weiteres Reddit-AMA mit Crespo geplant. Ob der neue Chef strategische Akzente setzen wird, bleibt abzuwarten.
Die Quartalszahlen für Q4 2025 werden um den 2. März erwartet. Analysten rechnen mit einem Verlust je Aktie von 0,11 USD – eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahreswert von -1,65 USD. Der Umsatz soll bei rund 220 Millionen USD liegen. Bis dahin dürfte die Abstimmung am 29. Januar die entscheidende Weichenstellung sein.
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