Plug Power Aktie: Mahtani verlässt Board vor Hauptversammlung
Plug Power verliert Aufsichtsrätin Mahtani kurz vor der Aktionärsversammlung. Der Wasserstoffspezialist meldet Umsatzplus, aber hohen Verlust.

Kurz zusammengefasst
- Rücktritt von Kavita Mahtani
- Umsatzsteigerung um 22 Prozent
- Nettoverlust von 245 Millionen Euro
- Verkauf von Steuerkrediten abgeschlossen
Sechs Tage vor der Hauptversammlung verliert Plug Power ein Boardmitglied. Kavita Mahtani, seit April 2022 im Aufsichtsgremium, legt ihr Mandat zum 11. Juni nieder — genau dem Tag, an dem Aktionäre zusammenkommen. Der Wasserstoffspezialist kämpft währenddessen an mehreren Fronten gleichzeitig.
Abgang ohne Streit, aber mit schlechtem Timing
Mahtani wechselt in eine Führungsposition bei Wells Fargo. Plug Power betont ausdrücklich, dass kein inhaltlicher Dissens hinter der Entscheidung steckt. Trotzdem fällt der Zeitpunkt auf. Am 11. Juni präsentiert CEO Jose Luis Crespo einen Unternehmensüberblick — anschließend folgt eine Fragerunde mit Investoren. Mahtani wird dann bereits weg sein.
Wachstum ja, Verluste auch
Das Zahlenwerk für das erste Quartal 2026 ist gemischt. Der Umsatz kletterte auf 163,5 Millionen Euro — ein Plus von 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Beim Nettoergebnis steht dagegen ein Verlust von 245 Millionen Euro.
Die Liquiditätslage ist angespannt, aber strukturiert. Ende März hielt Plug Power 223 Millionen Euro in freier Liquidität. Hinzu kommen rund 579 Millionen Euro an gebundenem Kapital, von dem das Management quartalsweise etwa 50 Millionen Euro freizusetzen plant. Das Ziel: positives EBITDAS im vierten Quartal 2026, Profitabilität bis 2028.
Kapital aus Anlagen ziehen
Plug Power treibt die Monetarisierung eigener Assets voran. Anfang Juni schloss das Unternehmen den Verkauf eines Bundesinvestitionssteuerkredit für rund 39,2 Millionen Euro ab — verbunden mit seiner Wasserstoffverflüssigungsanlage in St. Gabriel, Louisiana. Die Anlage gehört zum Joint Venture Hidrogenii mit Olin Corporation und kann bis zu 15 Tonnen Wasserstoff täglich verflüssigen.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Plug Power?
Bereits im Januar 2025 hatte Plug einen vergleichbaren Steuerkredit für 30 Millionen Euro aus seiner Anlage in Woodbine, Georgia, übertragen. Ferner erwartet das Unternehmen zwischen 132,5 und 142 Millionen Euro aus dem Verkauf einer Immobilie in New York — der Abschluss muss bis spätestens 30. Juni 2026 erfolgen.
Europa als Wachstumsmarkt
Auf der Projektseite erreichte das 30-Megawatt-Vorhaben Barrow Green Hydrogen im britischen Barrow-in-Furness im Mai 2026 die finale Investitionsentscheidung. Die Anlage soll jährlich rund 100 Gigawattstunden grünen Wasserstoff liefern und damit den Erdgasverbrauch von Kimberly-Clarks dortiger Fabrik um bis zu 50 Prozent senken. Plug nennt Europa einen seiner strategischen Kernmärkte und verweist auf eine globale Projektpipeline von mehr als zwei Milliarden Euro.
Kurs mit Momentum, aber unter Druck
Die Aktie notiert bei 3,11 Euro und liegt damit rund 16 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 3,72 Euro, das erst am 2. Juni erreicht wurde. Auf Jahressicht bleibt die Performance beeindruckend: plus 64 Prozent seit Jahresbeginn, plus 308 Prozent gegenüber dem Tief vom vergangenen Sommer. Der Kurs liegt deutlich über dem 200-Tage-Durchschnitt von 2,16 Euro — das Momentum der vergangenen Monate ist intakt. Mit dem Vorstandsabgang, der anstehenden Hauptversammlung und dem Immobilienverkauf bis Ende Juni stehen in den nächsten Wochen gleich mehrere konkrete Wegmarken an.
Plug Power-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Plug Power-Analyse vom 5. Juni liefert die Antwort:
Die neusten Plug Power-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Plug Power-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 5. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Plug Power: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...