Plug Power Aktie: Millionen-Deal fürs Überleben

Plug Power verkauft Kerntechnologie für über 130 Millionen Dollar und erzielt erstmals einen positiven Bruttogewinn. Der Weg zur Profitabilität bis 2028 ist vorgezeichnet, wird jedoch durch Aktienverwässerung belastet.

Andreas Sommer ·
Plug Power Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Verkauf der Gateway-Anlage für 132,5 Millionen Dollar
  • Erstmals positiver Bruttogewinn im letzten Quartal
  • Aktienanzahl stieg in einem Jahr um 50 Prozent
  • Ziel ist vollständige Profitabilität bis 2028

Plug Power treibt seinen umfassenden Umbau voran, um den lang ersehnten Turnaround finanziell abzusichern. Mit dem Verkauf von Kernanlagen und einem strikten Sparkurs versucht das Wasserstoffunternehmen, seine Liquidität zu sichern. Während erste operative Erfolge sichtbar werden, trüben eine massive Aktienverwässerung und geplatzte staatliche Kredite das Bild für Anleger.

Frisches Kapital durch Anlagenverkauf

Um dringend benötigtes Kapital zu beschaffen, trennt sich das Unternehmen von seinem Projekt Gateway. Der Verkauf der Anlage und der dazugehörigen elektrischen Infrastruktur an Stream Data Centers spült mindestens 132,5 Millionen US-Dollar in die Kassen. Dieser Schritt ist Teil eines größeren Plans, durch Anlagenverkäufe, die Freigabe gebundener Barmittel und niedrigere Wartungskosten insgesamt über 275 Millionen US-Dollar an Liquidität zu generieren.

Ende des Geschäftsjahres 2025 verfügte das Management noch über rund 368,5 Millionen US-Dollar an frei verfügbaren Mitteln. Diese Reserven sollen in Kombination mit sinkenden Investitionsausgaben nun ausreichen, um den operativen Betrieb bis ins Jahr 2026 zu finanzieren.

Erste operative Lichtblicke

Die Bemühungen um frisches Geld begleiten einen wichtigen operativen Meilenstein. Im vierten Quartal erzielte das Wasserstoffunternehmen erstmals einen positiven Bruttogewinn von 5,5 Millionen US-Dollar, was einer Marge von 2,4 Prozent entspricht. Ein massiver Kontrast zum Vorjahreszeitraum, als noch eine negative Bruttomarge von 122,5 Prozent in den Büchern stand. Höhere Volumina, Preisanpassungen und das Restrukturierungsprogramm namens „Project Quantum Leap“ machten diesen Sprung möglich.

Unter der Leitung des neuen CEO Jose Luis Crespo gibt es nun einen klaren Fahrplan. Das Management peilt für 2026 ein positives EBITDA an. Im Jahr 2027 soll ein operativer Gewinn erzielt werden, bevor 2028 die vollständige Profitabilität erreicht werden soll. Der jährliche Barmittelverbrauch sank zuletzt bereits um 26,5 Prozent.

Massive Verwässerung belastet

Trotz der operativen Fortschritte bleiben erhebliche Risiken bestehen. Besonders die Ausgabe neuer Aktien trifft Altaktionäre hart. In den vergangenen zehn Jahren stieg die Zahl der ausstehenden Aktien um fast 700 Prozent. Allein in den letzten zwölf Monaten erhöhte sich die Aktienanzahl um rund 50 Prozent zur Kapitalbeschaffung.

Zusätzlich belasten rechtliche Probleme. Mehrere Sammelklagen richten sich gegen die Darstellung eines 1,66 Milliarden US-Dollar schweren Kredits des US-Energieministeriums. Das Unternehmen hatte die Aktivitäten im Zusammenhang mit diesem Kreditprogramm Ende 2025 ausgesetzt und gewarnt, dass die Kreditzusage komplett verfallen könnte.

An der Börse spiegeln sich diese gemischten Signale wider. Zwar verzeichnet der Titel auf Sicht von zwölf Monaten ein starkes Plus von knapp 136 Prozent und notiert aktuell bei 2,35 Euro. Der deutliche Abstand von 33 Prozent zum 52-Wochen-Hoch zeigt jedoch, dass das Vertrauen der Anleger noch nicht vollständig zurückgekehrt ist.

Der Weg zur Profitabilität ist bis 2028 klar abgesteckt, erfordert jedoch eine strikte Umsetzung des Sparkurses. Die kommenden Berichtssaisons müssen belegen, ob die Bruttomarge stabil im positiven Bereich gehalten werden kann, ohne dass weitere massive Aktienausgaben zur Liquiditätssicherung nötig werden.

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Plug Power Aktie

2,44 EUR

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KGV 0,00
Sektor Industrieunternehmen
Div.-Rendite 0,00 %
Marktkapitalisierung 3,69 Mrd. EUR
ISIN: US72919P2020 WKN: A1JA81

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