Plug Power Aktie: Stream-Deal bringt 142 Millionen im Juni

Plug Power stärkt mit Asset-Verkäufen und Steuervorteilen die Liquidität. Das operative Geschäft zeigt Fortschritte, der Cash-Verbrauch bleibt kritisch.

Andreas Sommer ·

Kurz zusammengefasst

  • Liquidität durch Projektverkäufe gesichert
  • Umsatzwachstum von 22 Prozent erreicht
  • Elektrolyseur-Erlöse steigen stark
  • Kostenprogramm senkt Servicekosten deutlich

Plug Power kauft sich Zeit. Der Wasserstoffspezialist will seine Liquidität mit Projektverkäufen und Steuergutschriften stärken. Das ist mehr als Bilanzpflege: Der Weg zur positiven EBITDAS-Run-Rate hängt am Cash-Verbrauch.

Liquidität wird zur Hauptstory

Zum Ende des ersten Quartals lag die gesamte Cash-Position bei 802 Millionen Dollar. Davon waren 223 Millionen Dollar frei verfügbar, 579 Millionen Dollar gebunden. Für ein Unternehmen mit hohem Kapitalbedarf ist diese Aufteilung zentral.

Plug Power setzt deshalb auf Asset-Monetarisierung. Die Initiativen sollen rund 275 Millionen Dollar einbringen. Den ersten größeren Baustein bildet eine Vereinbarung mit Stream Data Centers, deren Abschluss im Juni 2026 erwartet wird. Sie soll etwa 142 Millionen Dollar Liquidität liefern.

Der Rest soll aus weiteren Projektverkäufen und Wasserstoff-Steuergutschriften kommen. Damit verschiebt sich der Blick von reinem Umsatzwachstum auf Finanzierungskraft. Kein Wunder, dass diese Maßnahmen im Quartalsbericht so viel Gewicht bekommen.

Elektrolyseure liefern Wachstum

Operativ zeigt Plug Power dennoch Fortschritte. Der Konzernumsatz stieg im ersten Quartal um 22 Prozent auf 163,5 Millionen Dollar. Am stärksten zog die Elektrolyseur-Plattform an, deren Erlös 40,8 Millionen Dollar erreichte.

Das Segment ist wichtig, weil es den Übergang zu größeren Produktionsprojekten stützt. Höhere Anlagenumsätze können die Story stabilisieren, wenn Service und Kraftstoff weiter belasten.

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Gegenüber 9,2 Millionen Dollar im Vorjahr entspricht das einem Sprung um 343 Prozent. In Europa arbeitet Plug Power unter anderem an einem 25-Megawatt-Projekt in Spanien mit Iberdrola und BP. Für Galp in Portugal läuft eine Anlage mit 100 Megawatt.

In Kanada kam FEED-Arbeit für ein Projekt mit Hy2gen hinzu. Dort geht es um 275 Megawatt. Die Pipeline wird internationaler, was Chancen bringt und die Umsetzung komplexer macht.

Kostenprogramm bleibt der Hebel

Seit März 2026 führt Jose Luis Crespo den Konzern. Unter ihm läuft das Kostenprogramm „Project Quantum Leap“. Bei GenDrive-Brennstoffzellen sanken die Servicekosten je Einheit um mehr als 30 Prozent.

Auch im Kraftstoffgeschäft gab es Entlastung. Die Wasserstoffverkäufe legten um 22 Prozent zu. Die Kraftstoffmarge verbesserte sich um 54 Prozentpunkte, was den Druck auf die Ergebnisrechnung mindert.

Plug Power hält an der Umsatzprognose für 2026 fest. Das Management erwartet ein Wachstum von 13 bis 15 Prozent. Die zweite Jahreshälfte trägt dabei die Hauptlast.

Rund 60 Prozent des Jahresumsatzes sollen in der zweiten Jahreshälfte anfallen. Bis Ende des Jahres will Plug Power den Lagerbestand um mindestens 100 Millionen Dollar senken. Der nächste konkrete Prüfstein ist der Abschluss der Stream-Data-Centers-Transaktion im Juni. Kommt das Geld wie geplant herein, gewinnt Plug Power Zeit für das Ziel einer positiven EBITDAS-Run-Rate im vierten Quartal.

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Plug Power Aktie

3,02 EUR

+ 0,36 EUR +13,37 %
KGV 0,00
Sektor Industrieunternehmen
Div.-Rendite 0,00 %
Marktkapitalisierung 4,35 Mrd. EUR
ISIN: US72919P2020 WKN: A1JA81

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