Plug Power steht im Frühjahr 2026 an einem entscheidenden Wendepunkt. Während eine Sammelklage wegen angeblich falscher Versprechungen zu staatlichen Milliardenkrediten die Anleger verunsichert, liefert das operative Geschäft plötzlich positive Signale. Ein neuer CEO und der überraschende Verkauf des größten Wasserstoff-Projekts Nordamerikas markieren den Beginn einer harten Sanierung.
Rückzug und juristischer Gegenwind
Im Zentrum der juristischen Probleme steht ein in Aussicht gestelltes Darlehen des US-Energieministeriums (DOE) in Höhe von 1,66 Milliarden US-Dollar. Anleger werfen dem Management vor, die Wahrscheinlichkeit dieser Finanzierung und den Bau der dazugehörigen Anlagen deutlich übertrieben zu haben. Als Plug Power die Bemühungen um das DOE-Programm im November 2025 überraschend aussetzte, brach der Aktienkurs zeitweise um 17 Prozent ein. Bis Anfang April 2026 formiert sich nun eine Sammelklage.
Passend zu diesem Rückzug aus kapitalintensiven Großprojekten beerdigt das Unternehmen nun auch sein Vorzeigeprojekt im Bundesstaat New York. Die geplante STAMP-Anlage, die das größte grüne Wasserstoffwerk Nordamerikas werden sollte, wird nicht gebaut. Stattdessen verkauft Plug Power das Gelände für mindestens 132,5 Millionen US-Dollar an einen Rechenzentrumsentwickler. Dieser Schritt fügt sich nahtlos in die neue Strategie ein, den massiven Kapitalabfluss zu stoppen und die Liquidität zu sichern.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Plug Power?
Überraschende Zahlen unter neuer Führung
Die harte Kostenbremse zeigt bereits erste finanzielle Erfolge. Im vierten Quartal 2025 verbuchte der Wasserstoff-Spezialist einen Bruttogewinn von 5,5 Millionen US-Dollar. Das ist eine bemerkenswerte Entwicklung angesichts eines Bruttoverlusts von 233 Millionen US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Auch der Umsatz übertraf mit 225,2 Millionen US-Dollar die Erwartungen der Analysten. Trotz dieser operativen Lichtblicke spiegelt der aktuelle Kurs von 1,89 Euro die anhaltende Vorsicht der Investoren wider.
Verantwortlich für den weiteren Kurs ist seit Anfang März der neue CEO Jose Luis Crespo. Der Manager trieb den Umsatz des Unternehmens in den vergangenen Jahren als Vertriebschef maßgeblich voran und drückt nun bei der Profitabilität aufs Tempo. Sein Plan umfasst die Konsolidierung von Standorten, Preiserhöhungen und den Abbau von Lagerbeständen. Das Ziel ist klar definiert: Bis Ende 2026 soll auf EBITDA-Basis ein positives Ergebnis stehen.
Fokus auf das Kerngeschäft
Das zweite Quartal 2026 erfordert nun die nahtlose Umsetzung dieser Maßnahmen. Die Erlöse aus dem Verkauf des New Yorker Grundstücks verschaffen dem Management den nötigen finanziellen Spielraum, um das Kerngeschäft mit Elektrolyseuren weiter auszubauen. Bis Ende Juni soll die Transaktion abgeschlossen sein und frisches Kapital in die Kassen spülen. Diese Mittel sind zwingend notwendig, um den jährlichen Nettoverlust von zuletzt 1,63 Milliarden US-Dollar drastisch zu reduzieren und den Weg in die Gewinnzone zu ebnen.
Plug Power-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Plug Power-Analyse vom 15. März liefert die Antwort:
Die neusten Plug Power-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Plug Power-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 15. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Plug Power: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
