Plug Power: BMO senkt auf $1.00, Craig-Hallum hält $7.00
Die Analystenmeinungen zu Plug Power klaffen weit auseinander. Der Wasserstoffspezialist steht vor einem entscheidenden Quartalsbericht, der Klarheit über die finanzielle Wende bringen soll.

Kurz zusammengefasst
- Kursziele zwischen 1 und 7 Dollar
- Umsatzprognose für 2026 gesenkt
- Bruttomarge erstmals positiv
- Wachstum durch KI-Rechenzentren geplant
Kaum ein Wasserstoffwert polarisiert die Analystengemeinde so stark wie Plug Power. Während BMO Capital ein Kursziel von 1,00 Dollar ausgibt, sieht Craig-Hallum-Analyst Eric Stine die Aktie bei 7,00 Dollar — eine Spanne, die selten so deutlich zeigt, wie uneinig der Markt über ein Unternehmen ist. Die Quartalszahlen am 11. Mai werden einiges klären müssen.
Analysten-Lager weit auseinander
BMO-Analyst Ameet Thakkar hält an seinem Underperform-Rating fest und senkte seine Umsatzprognose für 2026 auf 799 Millionen Dollar — zuvor hatte er 921 Millionen Dollar erwartet. Als Hauptargument nennt er die angespannte Liquiditätslage. Der Konsens der Analysten liegt mit einem durchschnittlichen Kursziel von 2,71 Dollar und einem Hold-Rating irgendwo in der Mitte. Eric Stine von Craig-Hallum bleibt dagegen überzeugter Käufer und sieht mehr als 150 Prozent Aufwärtspotenzial.
Die Aktie hat zuletzt kräftig zugelegt: Im laufenden Jahr steht ein Plus von rund 43 Prozent, auf Sicht von zwölf Monaten sogar fast 264 Prozent. Aktuell notiert das Papier bei 2,72 Euro — deutlich über seinen gleitenden Durchschnitten, aber noch rund 22 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch.
Zölle belasten, Datencenter locken
Ein konkretes Risiko sind die US-Importzölle. Plug Powers Brennstoffzellgeschäft bezieht Komponenten aus China, Elektrolyseure kommen teils aus Europa — und unterliegen nun 20-prozentigen Zöllen. Das Management will die Abhängigkeit von chinesischen Lieferanten innerhalb von sechs Monaten um die Hälfte reduzieren. Ob das gelingt, ist offen.
Parallel baut CEO Jose Luis Crespo eine neue Wachstumsgeschichte auf: Wasserstoff für KI-Rechenzentren. Plug Power erwägt, bis zu 250 Megawatt in einer Auktion des größten US-Stromnetzbetreibers anzubieten — ein Markt, der bis 2030 auf 11,7 Prozent des US-Strombedarfs anwachsen könnte. Allerdings hat der Konzern in diesem Segment bislang kaum reale Verträge vorzuweisen, während Wettbewerber wie Bloom Energy bereits etablierte Datacenter-Kunden bedienen.
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Fortschritte, aber auch Verwässerungsrisiko
Die Zahlen aus dem vierten Quartal 2025 zeigen echte Fortschritte. Der Jahresumsatz 2025 stieg um 13 Prozent auf rund 710 Millionen Dollar. Noch wichtiger: Die Bruttomarge drehte im vierten Quartal erstmals ins Positive — auf 2 Prozent, nach minus 123 Prozent im Vorjahresquartal. CEO Crespo hat öffentlich zugesagt: positives EBITDAS bis Ende 2026, operativer Gewinn bis Ende 2027, volle Profitabilität bis Ende 2028.
Ein strukturelles Problem bleibt bestehen. Die Zahl der ausstehenden Aktien ist in den vergangenen zehn Jahren um fast 700 Prozent gewachsen — und weiterer Kapitalbedarf ist nicht ausgeschlossen. Selbst optimistische Szenarien könnten für Bestandsaktionäre mit erheblicher Verwässerung einhergehen.
Am 11. Mai legt Plug Power die Ergebnisse für das erste Quartal 2026 vor. Entscheidend wird sein, ob die positive Bruttomarge unter dem Druck der Zölle Bestand hat — und ob das intern als „Project Quantum Leap“ bezeichnete Sparprogramm erste messbare Ergebnisse liefert.
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