POET: Quartalszahlen am 20. Mai nach Celestial-Kündigung
Trotz einer drohenden Sammelklage und massivem Umsatzrückgang erholt sich die POET-Aktie rasant. Der Markt fokussiert auf Produktionsausbau in Malaysia.

Kurz zusammengefasst
- Sammelklage nach Stornierung durch Celestial AI
- Kurs erholt sich um 27 Prozent an einem Tag
- Produktionsstart in Malaysia für Q3 geplant
- Quartalszahlen am 20. Mai mit Spannung erwartet
Ein massiver Kurssturz und eine drohende Sammelklage prägen das Bild. Dennoch jagt die Aktie von POET Technologies aktuell von einem Hoch zum nächsten. Bei dem Photonik-Spezialisten klaffen juristische Realität und Börsenstimmung weit auseinander.
Der Auslöser der Turbulenzen
Der Grund für die rechtlichen Probleme liegt wenige Wochen zurück. Am 27. April stornierte der Kunde Celestial AI sämtliche Bestellungen. Als Grund nannte das Unternehmen die Offenlegung vertraulicher Informationen. Der Finanzchef von POET hatte zuvor in einem Interview interne Geschäftsdetails ausgeplaudert. Die Folge: Die Aktie brach um 47 Prozent ein.
Jetzt formiert sich juristischer Widerstand. Mehrere Kanzleien rufen Investoren zu einer Sammelklage auf. Neben dem Geheimnisverrat werfen sie dem Management falsche Angaben zum Steuerstatus vor. POET gilt in den USA wahrscheinlich als passive ausländische Investmentgesellschaft. Das bringt für amerikanische Aktionäre steuerliche Nachteile mit sich. Betroffene Anleger haben bis zum 29. Juni Zeit für eine Klagebeteiligung.
Extreme Schwankungen vor den Quartalszahlen
Trotz der rechtlichen Risiken feiert das Papier ein bemerkenswertes Comeback. Anfang der Woche sprang der Kurs an einem einzigen Handelstag um fast 27 Prozent nach oben. Parallel dazu explodierte das Handelsvolumen auf über 85 Millionen Aktien. Aktuell notiert der Wert wieder nahe seinem Jahreshoch von 15,50 US-Dollar.
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Fundamental bleibt die Lage angespannt. Der Jahresumsatz liegt bei mageren 1,1 Millionen US-Dollar. Dem steht ein negativer freier Cashflow von rund 10,9 Millionen US-Dollar gegenüber. Immerhin weist die Bilanz kaum Schulden auf.
Das Management blickt derweil auf den operativen Ausbau. In Malaysia bereitet das Unternehmen die Massenproduktion von optischen Bauteilen vor. Im dritten Quartal sollen Hochgeschwindigkeits-Engines vom Band laufen. Das Unternehmen peilt mehr als 30.000 ausgelieferte Einheiten im laufenden Jahr an. Der neue operative Chef Sandeep Kumar leitet diesen Ausbau. Er bringt 18 Jahre Erfahrung vom Chiphersteller Silicon Labs mit.
Am 20. Mai legt POET Technologies die Ergebnisse für das erste Quartal vor. Dieser Termin liefert dem Markt frische Fakten. Das Management muss dann erklären, wie es den Wegfall der Celestial-Aufträge kompensieren will. Ohne klare Antworten zur operativen Zukunft dürfte die aktuelle Kurserholung auf wackeligen Beinen stehen.
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