POET Technologies Aktie: Ein Fragezeichen mehr?
POET Technologies verzeichnet einen Kurssprung von 30 Prozent, während das Unternehmen mit Sammelklagen und dem Verlust eines Großkunden kämpft.

Kurz zusammengefasst
- Aktie steigt um 30 Prozent
- Sammelklagen nach Marvell-Storno
- Operativer Verlust von 42 Millionen
- Firmensitz-Verlegung in die USA
Klagewellen, ein verlorener Großkunde und tiefrote Zahlen. Eigentlich spricht bei POET Technologies derzeit wenig für Euphorie. Dennoch griffen Anleger am Dienstag massiv zu. Die Aktie des kanadischen Photonik-Spezialisten schoss ohne erkennbaren Auslöser in die Höhe.
Das Papier kletterte im Nasdaq-Handel um rund 30 Prozent. Das Handelsvolumen lag bei über 60 Millionen Aktien. Neue Pflichtmitteilungen oder Analysten-Upgrades gab es nicht. Marktbeobachter vermuten Spekulationen über baldige Auftragseingänge hinter dem plötzlichen Kaufinteresse.
Marvell-Storno löst Klagewelle aus
Das Unternehmen steht unter enormem juristischen Druck. Ende April stornierte Marvell Semiconductor sämtliche Aufträge seiner Tochter Celestial AI. Der Vorwurf: POET habe Vertraulichkeitsvereinbarungen gebrochen. Die Folge: Der Aktienkurs brach um mehr als die Hälfte ein.
Nun formieren sich Sammelklagen in den USA. Investoren werfen dem Management Falschaussagen vor. Dabei geht es um den Steuerstatus des Unternehmens und die gescheiterte Marvell-Kooperation. Geschädigte Aktionäre haben bis zum 29. Juni Zeit, sich als Hauptkläger zu registrieren.
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Volle Kassen, hohes Risiko
Operativ muss der Photonik-Spezialist eine große Lücke füllen. Der Umsatz stieg im vergangenen Jahr zwar prozentual massiv an. Er lag aber bei lediglich 1,07 Millionen US-Dollar. Dem stand ein operativer Verlust von 42,1 Millionen US-Dollar gegenüber.
Immerhin ist die Finanzierung gesichert. Nach mehreren Kapitalmaßnahmen lagen zuletzt rund 430 Millionen US-Dollar auf den Konten. Das Management verweist auf einen neuen Produktionsauftrag im Wert von fünf Millionen US-Dollar. In diesem Jahr will das Unternehmen zehntausende optische Motoren ausliefern.
Die kommenden Wochen bringen konkrete Hürden. POET will seinen Firmensitz in die USA verlegen. Dafür müssen Aktionäre und Steuerbehörden noch grünes Licht geben. Bis zur Klage-Frist Ende Juni bleibt die juristische Aufarbeitung der bestimmende Faktor für den Kurs.
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