POET Technologies: Wolfpack-Angriff und Marvell-Bestätigung

POET Technologies erlebt Kurssprung von 111 Prozent trotz schwerer Vorwürfe von Leerverkäufern. Das Management plant Sitzverlegung in die USA.

Dieter Jaworski ·
POET Technologies Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Kursplus von 111 Prozent in einer Woche
  • Short-Seller warnt vor Steuerrisiken
  • Management plant Umzug in die USA
  • Auftrag von Marvell-Tochter bestätigt

Leerverkäufer warnen vor einem Steuer-Desaster. Die Börse reagiert mit einem massiven Kaufrausch. Bei POET Technologies prallen extreme Gegensätze aufeinander. Der Spezialist für optische KI-Verbindungen liefert derzeit das wohl wildeste Spektakel am Markt.

Allein in der vergangenen Woche schoss der Kurs um 111 Prozent nach oben. Am Freitag markierte das Papier mit 12,86 Euro ein neues Jahreshoch. Der Abstand zur 50-Tage-Linie ist gewaltig.

Angriff der Leerverkäufer

Auslöser der Turbulenzen war eine Offensive von Wolfpack Research. Der Short-Seller bezeichnete das Unternehmen als reine Aktien-Promotion. Der zentrale Vorwurf betrifft ein drohendes Steuerproblem für US-Aktionäre. Wolfpack warnt vor der Einstufung als passive ausländische Investmentgesellschaft.

Das Management wehrt sich vehement gegen die Vorwürfe. Finanzchef Thomas Mika plant einen radikalen Schritt. POET will seinen Hauptsitz in die USA verlegen. Für Juni ist die Abstimmung der Aktionäre über diesen Umzug geplant. Damit fiele das Steuerrisiko dauerhaft weg.

Der Marvell-Katalysator

Parallel dazu feiern die Bullen einen konkreten Erfolg. Mika bestätigte kürzlich einen Auftrag von Celestial AI. Dieses Unternehmen gehört seit Anfang des Jahres zum Chip-Riesen Marvell. POET-Technologie fließt damit direkt in das Marvell-Ökosystem ein.

Diese Verbindung treibt die Spekulation auf die Spitze. Marktbeobachter vermuten bereits Folgeaufträge im Umfeld von Nvidia. Der Optionsmarkt spiegelt diese Euphorie wider. Am Freitag übertraf die Nachfrage nach Call-Optionen die Put-Wetten um ein Vielfaches.

Fundamentale Realität

Hinter dem Hype steht ein Unternehmen in der Frühphase. Im Schlussquartal lag der Umsatz bei lediglich rund 341.000 US-Dollar. Dem steht eine immense Börsenbewertung gegenüber. Das Kurs-Umsatz-Verhältnis notiert bei extremen 1.358. Ein gigantischer Vorschuss.

Immerhin ist die Kasse prall gefüllt. POET meldet liquide Mittel von 430 Millionen US-Dollar. Das Geld fließt nun in den Aufbau der Produktion in Malaysia.

Die langfristigen Ziele sind ambitioniert. Der adressierbare Markt soll im nächsten Jahrzehnt auf über 33 Milliarden US-Dollar wachsen. Als ersten Schritt plant der Konzern für 2026 die Auslieferung von über 30.000 optischen Einheiten.

Der nächste wichtige Termin fällt in den Juni. Dann entscheidet die Hauptversammlung über die Sitzverlegung in die USA. Fällt das Votum positiv aus, verschwindet das wichtigste Argument der Leerverkäufer. Bis dahin dominiert der harte Kontrast zwischen operativer Frühphase und massiver Marktbewertung den Handel.

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POET Technologies Aktie

15,01 USD

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KGV 0,00
Sektor Technologie
Div.-Rendite 0,00 %
Marktkapitalisierung 669,52 Mio. USD
ISIN: CA73044W3021 WKN: A3DWD8

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