Porsche AG Aktie: Drücken dunkle Wolken?
Porsche verzeichnet einen massiven Gewinneinbruch auf 310 Millionen Euro und kürzt die Dividende. CEO Leiters plant eine operative Erholung ab 2026.

Kurz zusammengefasst
- Konzerngewinn bricht auf 310 Millionen Euro ein
- Dividende sinkt auf 1,01 Euro pro Aktie
- Sonderzahlung für Beschäftigte gestrichen
- CEO Leiters peilt operative Marge von bis zu 7,5% an
Ein Rückgang von 91 Prozent beim Jahresgewinn ist kein normales Krisenjahr. Für die Porsche AG war 2025 ein echter Ausnahmejahr — und die Konsequenzen reichen von der Fertigung bis zur Hauptversammlung.
Zahlen, die kaum Spielraum lassen
Der Konzernüberschuss fiel auf 310 Millionen Euro. Im Vorjahr waren es noch 3,6 Milliarden. Der Umsatz sank um zehn Prozent auf 36,3 Milliarden Euro.
Noch deutlicher zeigt sich die Lage im reinen Autogeschäft. Die operative Marge dort: 0,3 Prozent. Zum Vergleich: 2022/23 lag die Rendite im Automobilbereich bei 18 Prozent. Dieser Absturz erklärt, warum das Management jetzt an allen Stellschrauben dreht.
Drei Faktoren drücken die Marge
Chinas Nachfrageflaute trifft Porsche hart. Das Unternehmen hat keine eigene US-Fertigung — neue amerikanische Importzölle treffen den Export deshalb direkt. Hinzu kommt die schwache Nachfrage nach Elektrofahrzeugen.
Der teuerste Einzelposten: Der Konzern hat rund 2,4 Milliarden Euro in einen Strategiewechsel investiert. Die Produktion von Verbrennermodellen läuft länger als geplant. Das kostet kurzfristig viel, soll mittelfristig aber die Margen stabilisieren.
Wer verzichtet, wer bekommt weniger
Die freiwillige Sonderzahlung für rund 27.000 Beschäftigte in Deutschland fällt komplett weg. Der Vorstand erhält keinen Bonus, die Grundvergütung des Managements bleibt eingefroren.
Aktionäre erhalten eine Dividende von 1,01 Euro je Vorzugsaktie — nach 2,31 Euro im Vorjahr. Die Aktie notiert aktuell bei 42,04 Euro und liegt damit seit Jahresbeginn rund elf Prozent im Minus.
Leiters setzt auf Erholung
CEO Michael Leiters, seit Januar 2026 im Amt, will die Führungsstruktur verschlanken. Für 2026 plant er einen Umsatz zwischen 35 und 36 Milliarden Euro. Die operative Rendite soll auf 5,5 bis 7,5 Prozent klettern — also deutlich über dem Niveau von 2025, aber weit unter den Hochphasen der Vergangenheit.
Das Unternehmen hat die Talsohle wohl erreicht. Ob der Turnaround gelingt, hängt maßgeblich davon ab, wie schnell sich China erholt und ob die US-Zollsituation sich entspannt — beides liegt außerhalb von Leiters‘ Kontrolle.
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