Mit dem Jahreswechsel endet bei dem Stuttgarter Sportwagenbauer eine Phase der anhaltenden Kritik durch institutionelle Investoren. Michael Leiters hat zum 1. Januar 2026 den Vorstandsvorsitz übernommen und löst damit Oliver Blume ab, dessen Doppelrolle als Chef von Porsche und Volkswagen lange für Unmut sorgte. Der Markt setzt darauf, dass der neue CEO mit voller Konzentration die operativen Hausaufgaben angeht.
Die Fakten zum Führungswechsel:
* Klare Verhältnisse: Die oft kritisierte Personalunion an der Spitze ist Geschichte. Leiters konzentriert sich zu 100 % auf die Porsche AG.
* Technik-Fokus: Der neue Chef gilt als ausgewiesener „Car Guy“ mit Stationen als CEO bei McLaren und Technik-Chef bei Ferrari.
* Strategie: Der Fokus verschiebt sich laut Leiters radikal auf „technologische Schärfung und operative Exzellenz“.
Anleger begrüßen die Neuaufstellung
Die Börse reagierte erleichtert auf den vollzogenen Wechsel. Nach einem schwierigen Jahr 2025 nutzen Anleger die Governance-Änderung für den Wiedereinstieg. Am Freitag kletterte die Aktie um 3,03 % auf 47,30 Euro. Damit konnte sich der Titel deutlich vom 52-Wochen-Tief absetzen und eine erste charttechnische Hürde nehmen.
Das Handelsvolumen zog zum Jahresstart spürbar an. Marktbeobachter werten dies als Vertrauensvorschuss für Leiters, der nun die Aufgabe hat, die Exklusivität der Marke zu stärken und die Preissetzungsmacht zurückzugewinnen.
Altlasten und neue Sparpläne
Trotz der positiven Stimmung zum Amtsantritt bleibt die Ausgangslage herausfordernd. Das vergangene Jahr hinterließ aufgrund der Schwäche im wichtigen chinesischen Markt Spuren in der Bilanz. Während die Verkäufe in China in den ersten neun Monaten 2025 um rund 26 % einbrachen, verhinderte lediglich das solide US-Wachstum (+5 %) Schlimmeres.
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Um die Margen wieder auf das gewohnte Niveau zu heben, arbeitet das Management Berichten zufolge an einem umfassenden Sparpaket. Die Details sollen im ersten Quartal finalisiert werden. Dies gilt als notwendige Reaktion auf den zuletzt intensiven Preiskampf im Elektro-Segment, der besonders beim Taycan auf die Profitabilität drückte.
Entscheidendes erstes Quartal
Für die weitere Kursentwicklung wird entscheidend sein, wie schnell Leiters seine Ankündigungen in messbare Ergebnisse umwandeln kann. Der Fokus liegt dabei auf dem Hochlauf neuer Modelle wie dem elektrischen Cayenne und dem Facelift der 911er-Reihe inklusive des Turbo S Hybrid.
Technisch hat die Aktie mit der Rückeroberung der 47-Euro-Marke ein erstes Ausrufezeichen gesetzt. Gelingt es den Bullen, dieses Niveau in der kommenden Woche zu verteidigen, rückt die psychologisch wichtige 50-Euro-Marke in den direkten Fokus. Leiters muss nun auf der kommenden Bilanzpressekonferenz operative Beweise liefern, dass der Sparkurs greift und die „Road to 2030“ mehr als nur eine Vision ist.
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