Nach einem historisch schwachen Geschäftsjahr 2025 – operative Marge von gerade einmal 1,1 Prozent – zieht Porsche unter dem neuen CEO Michael Leiters die Konsequenzen. Die Botschaft ist klar: Marge vor Masse, Premiumpositionierung statt Volumen. Am 29. April folgt der erste Realitätscheck.
Abkehr vom Elektro-Dogma
Das vielleicht deutlichste Signal der Neuausrichtung: Porsche legt Pläne für eine dedizierte Elektrofahrzeugplattform auf Eis. Verbrennungsmotoren und Plug-in-Hybride rücken zurück in den Mittelpunkt – selbst bei Modellen, die ursprünglich rein elektrisch konzipiert waren. Die 718-Reihe und ein geplantes Luxus-SUV oberhalb des Cayenne sollen nun mit Hybrid- und Verbrenner-Varianten kommen.
Gleichzeitig hält Porsche am Elektroantrieb dort fest, wo er Sinn ergibt. Der neue vollelektrische Cayenne – laut Hersteller der leistungsstärkste Serien-Porsche aller Zeiten – feierte im November Weltpremiere. Daneben steht der 911 Turbo S mit T-Hybrid-Technologie. Kein Rückzug aus der Elektromobilität also, sondern ein flexibler Antriebsmix als strategisches Prinzip.
Leiters Leitbild, das er auf der Jahrespressekonferenz ausgab: „Leaner, faster and even more desirable.“ Konkret bedeutet das auch den Abbau von rund 1.900 Stellen im Stuttgarter Raum bis 2029, die Beendigung von 2.000 Zeitverträgen und die Prüfung einer möglichen Zusammenlegung von Panamera und Taycan. Die Jahresboni des Vorstands für 2025 wurden einbehalten.
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Was die Zahlen zum Ausgangspunkt sagen
Der automotive Netto-Cashflow lag 2025 bei 1,51 Milliarden Euro – weniger als halb so viel wie 2024. Dennoch werten Analysten von Kepler Cheuvreux dies als Zeichen, dass der operative Kern stabiler ist als die Gewinn- und Verlustrechnung vermuten lässt. Das Unternehmen habe den Tiefpunkt seines Ertragszyklus möglicherweise bereits durchschritten, so die Einschätzung.
Für 2026 erwartet Porsche eine operative Marge zwischen 5,5 und 7,5 Prozent bei einem Umsatz von 35 bis 36 Milliarden Euro. Die Erholung soll vor allem über den Cayenne Electric und neue 911-Varianten getragen werden – Modelle mit hohem Preispotenzial in einem Segment, das Porsche traditionell dominiert.
Die Aktie notiert aktuell nahe ihrem 52-Wochen-Tief und liegt rund 15 Prozent unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt. Der RSI von 30 signalisiert eine technisch überverkaufte Situation. Ob die Strategie überzeugend genug ist, um das Vertrauen der Märkte zurückzugewinnen, entscheidet sich am 29. April – wenn die Quartalszahlen zeigen, ob die Restrukturierung bereits operativ greift.
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