Der einstige Rendite-Garant des Volkswagen-Konzerns hat im abgelaufenen Geschäftsjahr fast seinen gesamten operativen Gewinn eingebüßt. Neben einem einbrechenden China-Geschäft zwingen milliardenschwere Sonderbelastungen das Management zu einer radikalen Kehrtwende. Die ambitionierten Elektro-Pläne weichen nun einem pragmatischen Fokus auf Verbrenner und Plug-in-Hybride.
Marge kollabiert auf 0,3 Prozent
Die Zahlen für 2025 markieren einen tiefen Einschnitt in der jüngeren Unternehmensgeschichte. Außerordentliche Aufwendungen von rund 3,9 Milliarden Euro drückten den operativen Konzerngewinn um 93 Prozent auf nur noch 413 Millionen Euro. Innerhalb eines einzigen Jahres stürzte die einst branchenführende operative Marge von 14,5 auf magere 0,3 Prozent ab. Verantwortlich für diesen Einbruch sind primär die Kosten der strategischen Neuausrichtung mit 2,4 Milliarden Euro. Flankiert werden diese von Abschreibungen auf Batterieprojekte sowie Belastungen durch US-Zölle in Höhe von jeweils 700 Millionen Euro.
China-Schwäche und Dividendenkürzung
Ein wesentlicher Treiber der fundamentalen Probleme ist der ehemals wichtigste Wachstumsmarkt. In China sanken die Verkäufe um 26 Prozent, da heimische Hersteller europäische Premiummarken bei Technologie und Preis zunehmend verdrängen. Auch das elektrische Aushängeschild Taycan verzeichnete global einen Absatzrückgang von 22 Prozent. Als Reaktion reduziert das Management das chinesische Händlernetz bis Ende 2026 auf rund 80 Standorte und priorisiert Profitabilität vor Volumen. Aktionäre spüren die operativen Schwierigkeiten direkt: Der Vorstand strich die Dividende um 56 Prozent auf 1,01 Euro je Vorzugsaktie zusammen.
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Verbrenner-Comeback unter neuer Führung
Unter dem seit Januar 2026 amtierenden CEO Michael Leiters vollzieht der Autobauer nun eine deutliche strategische Wende. Die Entwicklung einer rein elektrischen Plattform für das kommende Jahrzehnt wurde gestoppt. Stattdessen setzt das Unternehmen bei großen Limousinen künftig auf eine gemeinsame Architektur, bei der Kunden zwischen Elektro-, Hybrid- und klassischen Verbrennerantrieben wählen können. Diese Teile-Standardisierung soll die Entwicklungs- und Produktionskosten massiv senken.
Am Kapitalmarkt spiegelt sich die anhaltende Skepsis der Investoren wider. Mit einem aktuellen Kurs von 37,80 Euro notiert das Papier nur hauchdünn über seinem 52-Wochen-Tief von 37,75 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich der Verlust auf über 20 Prozent.
Für das laufende Jahr 2026 prognostiziert die Chefetage bei leicht sinkenden Erlösen von 35 bis 36 Milliarden Euro eine operative Umsatzrendite zwischen 5,5 und 7,5 Prozent. Damit bleibt der Autobauer unter den Analystenerwartungen von 7,8 Prozent. Analysten von Kepler Cheuvreux verweisen jedoch auf eine mögliche positive Cash-Entwicklung im laufenden Jahr, da ein Großteil der erwarteten Margenverbesserung schlicht aus dem Wegfall der letztjährigen Restrukturierungskosten resultieren wird.
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