Porsche: Produktion seit 22. Mai gestoppt
Porsche unterbricht Taycan-Fertigung im Stammwerk. Absatzschwäche und sinkende Gewinne zwingen zum Stellenabbau.

Kurz zusammengefasst
- Fertigungsstopp im Stammwerk Zuffenhausen
- Absatzrückgang beim E-Modell Taycan
- Stellenabbau in Tochtergesellschaften
- Gewinneinbruch im ersten Quartal
Porsche zieht die Reißleine im Stammwerk Zuffenhausen. Seit dem 22. Mai stehen Teile der Fertigung still. Der Grund ist ein massiver Absatzrückgang, der vor allem das Elektromodell Taycan trifft.
Krise beim Hoffnungsträger
Die Nachfrage nach dem Vorzeigemodell schwächelt seit dem Rekordjahr 2023 spürbar. Besonders das Geschäft in China bereitet dem Sportwagenbauer Sorgen. Der Betriebsrat stuft die aktuellen Schließtage als notwendige Anpassung an die Marktlage ein.
Parallel dazu baut Porsche Stellen ab. Das Unternehmen führt drei Tochtergesellschaften nicht weiter. Dieser Schritt trifft mehr als 500 Beschäftigte.
Das Management reagiert damit auf eine angespannte Ertragslage. Im ersten Quartal 2026 brach der Gewinn um fast ein Viertel ein. Der Umsatz sank im gleichen Zeitraum auf 8,40 Milliarden Euro.
Branche unter Druck
Die gesamte Automobilindustrie in Baden-Württemberg kämpft mit strukturellen Problemen. Hohe Kosten und internationaler Wettbewerb lasten auf den Standorten. Ministerpräsident Cem Özdemir warnt bereits vor einem weiteren Stellenabbau in der Region.
Anleger reagieren derweil gelassen auf die Nachrichten aus Zuffenhausen. Die Vorzugsaktie notiert aktuell bei 46,25 Euro. Das entspricht einem Plus von 1,43 Prozent gegenüber dem Vortag.
Damit setzt sich der jüngste Aufwärtstrend fort. Das Papier liegt momentan deutlich über seinem 50-Tage-Durchschnitt von 41,02 Euro. Analysten taxierten das Kursziel zuletzt im Mittel auf 42,18 Euro.
Im Sommer folgen die detaillierten Bilanzen für das zweite Quartal. Diese Zahlen werden die finanziellen Folgen der Produktionsstopps offenlegen.
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