Pro Medicus Aktie: 400-Millionen-Auftragsvolumen 2026
Pro Medicus eilt von einem Hoch zum nächsten. Die Aktie des australischen Medizintechnik-Spezialisten gewann am Dienstag 8,55 Prozent und markierte mit 96,50 Euro ein neues 52-Wochen-Hoch. Bereits am Vortag war der Kurs um rund 10 Prozent gestiegen.
Treiber sind zwei frische Millionenaufträge aus Nordamerika.
Zwei Millionen-Deals aus den USA
Mit TidalHealth schloss Pro Medicus einen Siebenjahresvertrag über 16 Millionen australische Dollar. Das Kliniknetzwerk setzt künftig die Visage-Plattform ein – inklusive bildgebender Verfahren für die Kardiologie.
Parallel dazu stockt der Konzern die Zusammenarbeit mit dem Allegheny Health Network auf. Die Verlängerung über fünf Jahre ist mit 28 Millionen Dollar dotiert und sieht höhere Transaktionsgebühren vor. Ein klares Signal: Die Krankenhäuser nutzen die Software immer intensiver.
Die Folge: Der Gesamtwert aller im Geschäftsjahr 2026 abgeschlossenen Verträge klettert auf über 400 Millionen Dollar. Allein Verlängerungen steuern mehr als 120 Millionen Dollar bei.
KI als Wettbewerbsvorteil
In der Branche kursiert die Sorge, Künstliche Intelligenz könne klassische Software-Dienstleister überflüssig machen. Pro-Medicus-CEO Dr. Sam Hupert widerspricht. Er sieht KI als Verstärker, nicht als Risiko.
Analysten von Shaw and Partners teilen diese Einschätzung. Die Integration von KI-Werkzeugen – etwa für Brustkrebs-Screening oder den RadPath Hub – vertiefe den „Burggraben“ des Unternehmens. Der Visage-Plattform nutzen inzwischen über zehn Prozent des US-Marktes.
Erholung nach der Korrektur
Der jüngste Lauf bedeutet eine deutliche Erholung. Nach Rekordhochs im Sommer 2025 war der Aktienkurs bis ins erste Quartal 2026 hinein gefallen. Im März lag das Tief bei 71 Euro. Seitdem geht es steil nach oben.
Die Finanzdaten untermauern die Wende: Im ersten Halbjahr 2026 stiegen die Umsätze um 28 Prozent, der Reingewinn um 30 Prozent.
Pro Medicus setzt voll auf Cloud-basierte Bildgebung – ein Modell, das Skaleneffekte verspricht. Hinzu kommt die defensive Note: Softwarelizenzen an Krankenhäuser laufen selten aus. Ein Grund, warum institutionelle Anleger weiter aufstocken dürften.