Prospect Capital präsentierte gestern die Ergebnisse für das zweite Geschäftsquartal. Während das Netto-Anlageergebnis stabil bleibt, treibt die Gesellschaft den Umbau des Portfolios hin zu sichereren Kreditstrukturen voran. Anleger blicken nun vor allem auf die Nachhaltigkeit der monatlichen Ausschüttungen in einem sich wandelnden Marktumfeld.
- Netto-Anlageergebnis: 0,19 USD pro Aktie (90,9 Mio. USD)
- Dividenden: Monatliche Zahlungen von 0,045 USD bis April bestätigt
- Strategiewechsel: Anteil erstrangig besicherter Kredite steigt auf 71,4 %
Stabiler Ertrag trotz Nettoverlust
Im abgelaufenen Quartal erzielte Prospect Capital einen Gesamtertrag von 176 Millionen USD. Das operative Netto-Anlageergebnis belief sich auf 0,19 USD je Aktie und deckt damit die laufenden Ausschüttungen ab. Unter dem Strich verbuchte das Unternehmen jedoch einen Nettoverlust von 6,6 Millionen USD oder 0,01 USD pro Aktie, was vor allem auf Marktwertveränderungen im Portfolio zurückzuführen ist. Der Nettoinventarwert (NAV) lag zum Stichtag am 31. Dezember 2025 bei 6,21 USD je Aktie.
Konsequente Umschichtung des Portfolios
Das Management setzt verstärkt auf eine defensivere Ausrichtung. Der Anteil an erstbesicherten Unternehmenskrediten (First Lien Senior Secured Loans) wurde signifikant um 701 Basispunkte auf nun 71,4 % gesteigert. Parallel dazu reduzierte die Gesellschaft ihre Positionen in risikoreicheren zweitrangigen Darlehen und strukturierten Wertpapieren fast vollständig.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Prospect Capital?
Mit einem Volumen von 6,4 Milliarden USD verteilt sich das Portfolio auf 91 Unternehmen aus 32 Branchen. Auffällig ist die geringe Gewichtung von Software-Unternehmen, die lediglich 2,8 % des Kapitals ausmachen – ein deutlicher Kontrast zum Branchendurchschnitt anderer Business Development Companies (BDCs), der oft bei über 20 % liegt.
Bilanzstärke und Ausblick
Die finanzielle Basis der Gesellschaft bleibt mit einer Nettoverschuldung von 28,2 % im Verhältnis zum Gesamtvermögen stabil. Ein Großteil der Finanzierung besteht aus unbesicherten Verbindlichkeiten und Vorzugsaktien, was die Flexibilität in der Kapitalstruktur erhöht. Bei den bisherigen Exits aus Investitionen im Bereich kleinerer Unternehmen erzielte Prospect Capital einen internen Zinsfuß (IRR) von rund 17,2 %.
Die monatlichen Ausschüttungen von 0,045 USD pro Aktie für März und April 2026 sind bereits beschlossen. Damit wird das Unternehmen bis April insgesamt rund 21,93 USD je Aktie seit seinem Börsengang an die Anteilseigner zurückgezahlt haben. Die Strategie, verstärkt auf erstrangige Besicherungen zu setzen, wird auch im laufenden Quartal maßgeblich für die Risikobewertung bleiben.
Prospect Capital-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Prospect Capital-Analyse vom 11. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Prospect Capital-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Prospect Capital-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 11. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Prospect Capital: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
