Prysmian galt lange als unangefochtener Marktführer im Bereich der Energiekabel. Doch nach einer Phase dominanter Marktstellung mehren sich die Anzeichen, dass der technologische Vorsprung gegenüber der Konkurrenz schrumpft. Analysten stellen nun die Frage, ob der Konzern seine Phase der absoluten Vormachtstellung bereits hinter sich gelassen hat.
Wettbewerber holen auf
Die Privatbank Berenberg hat die Einstufung für Prysmian am Mittwoch von „Buy“ auf „Hold“ herabgestuft. Die Experten begründen diesen Schritt mit einer veränderten Wettbewerbslandschaft im Sektor für globale Verkabelung und die Energiewende. Zwar behalte das Unternehmen eine starke Marktposition, doch die Konkurrenz schließe bei Marktanteilen und der technologischen Umsetzung zunehmend die Lücke zum Branchenprimus.
An der Börse sorgte die Neueinschätzung für Bewegung. Die Aktie verlor am Donnerstag rund 4,1 Prozent an Wert und notierte zuletzt bei 97,34 Euro. Damit entfernte sich das Papier weiter von seinem erst vor wenigen Tagen erreichten 52-Wochen-Hoch bei 106,10 Euro.
Expansion gegen den Trend
Trotz der verhaltenen Analystenstimmen treibt Prysmian seine operative Expansion voran. Mit dem Abschluss der Übernahme des Spezialisten ACSM am 10. Februar sicherte sich das Unternehmen zusätzliche Kapazitäten für die Verlegung von Seekabeln. Durch die Integration von Spezialschiffen und Unterwasser-Robotern will der Konzern seine Unabhängigkeit bei Großprojekten für Offshore-Windparks und internationale Telekommunikationsverbindungen stärken.
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Parallel dazu baut Prysmian sein Netzwerk in Europa aus. Erst vor wenigen Tagen wurde ein Rahmenvertrag mit dem französischen Netzbetreiber Enedis unterzeichnet, um die Modernisierung der dortigen Strominfrastruktur zu unterstützen. Zudem startete am 18. Februar eine technische Kooperation mit Wesco, die auf Lösungen für intelligente Gebäude und die wachsende Nachfrage nach Ethernet-Infrastruktur abzielt.
Fokus auf die Jahresbilanz
Die Aufmerksamkeit der Marktteilnehmer richtet sich nun auf die kommende Woche. Am 25. Februar tritt der Verwaltungsrat zusammen, um den integrierten Jahresbericht für 2025 zu verabschieden. Die offizielle Bekanntgabe der Finanzergebnisse folgt am 26. Februar im Rahmen einer Telefonkonferenz für Investoren.
Diese Zahlen werden zeigen, wie stark die jüngsten Großübernahmen von Encore Wire und Channell die Profitabilität und den Cashflow im vergangenen Jahr tatsächlich beeinflusst haben. Für Anleger wird dies der entscheidende Indikator sein, ob die Wachstumsstrategie die zunehmende Konkurrenz aufwiegen kann.
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