Die Tage des Berliner Softwareunternehmens auf dem Börsenparkett sind gezählt. Nach Ablauf der weiteren Annahmefrist hat sich der US-Investor Warburg Pincus eine deutliche Mehrheit gesichert und treibt den angekündigten Rückzug von der Börse voran. Für die verbliebenen Minderheitsaktionäre stellt sich nun die Frage, wie die nächsten Schritte konkret aussehen.
Klare Mehrheitsverhältnisse
Die Ergebnisse des öffentlichen Übernahmeangebots liegen vor und zementieren den Einfluss des Finanzinvestors. Über die Holdinggesellschaft Zest Bidco kontrolliert Warburg Pincus nun 83,24 Prozent der Anteile. Das Angebot von 45 Euro je Aktie, das deutlich über den Kursen vom Oktober 2025 lag, wurde von der Mehrheit der Anleger angenommen.
Die Beteiligungsstruktur setzt sich wie folgt zusammen:
* 81,72 Prozent wurden direkt gesichert (angediente Aktien und Kauf vom Ankeraktionär).
* 1,52 Prozent hält der Investor zusätzlich über Finanzinstrumente (Cash-Settlement).
* 16,76 Prozent verbleiben aktuell noch im Streubesitz.
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Strategie ohne Börsendruck
Warburg Pincus macht kein Geheimnis aus den Plänen: Das Delisting soll so schnell wie möglich nach Abschluss der Transaktion erfolgen. Der PSI-Vorstand unterstützt diesen Schritt. Die Begründung liegt in der operativen Freiheit. Fernab von Quartalsberichten und regulatorischen Hürden soll die langfristige Expansion und Produktentwicklung vorangetrieben werden. Die Bewertung der Transaktion von über 700 Millionen Euro unterstreicht die Wachstumsambitionen des Investors im Technologiesektor.
Hürde für den Squeeze-out
Obwohl der Börsenabschied beschlossene Sache ist, bleibt eine wichtige Hürde bestehen. Mit 83,24 Prozent verfehlt Warburg Pincus die notwendigen Schwellenwerte von 90 beziehungsweise 95 Prozent für einen direkten Squeeze-out (Zwangsausschluss) der verbliebenen Minderheitsaktionäre. Ein automatisches Hinausdrängen der Restaktionäre ist ohne weitere Zukäufe oder gesellschaftsrechtliche Maßnahmen somit vorerst nicht möglich.
Der Vollzug der Übernahme wird für das laufende erste Quartal 2026 erwartet, sobald die letzten behördlichen Genehmigungen vorliegen. Erst danach kann der formale Prozess für das Delisting finalisiert werden.
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