PSI Software Aktie: Übernahme vollendet

Der Finanzinvestor Warburg Pincus kontrolliert nun über 82 Prozent der PSI Software. Für verbliebene Kleinaktionäre droht ein Delisting und späterer Squeeze-Out.

Kurz zusammengefasst:
  • Investor hält qualifizierte Mehrheit der Anteile
  • Streubesitz liegt unter einem Prozent
  • Delisting-Antrag gilt als wahrscheinlich
  • E.ON bleibt als strategischer Partner

Der US-Finanzinvestor Warburg Pincus hat sich die Kontrolle über PSI Software gesichert. Nach Ablauf der weiteren Annahmefrist am Freitag kontrolliert die Zest BidCo GmbH nun über 82 Prozent der Anteile am Berliner Softwarespezialisten. Für die verbliebenen Kleinaktionäre beginnt eine Phase der Ungewissheit – die Andienungsmöglichkeit zum garantierten Preis von 45 Euro ist Geschichte.

Die wichtigsten Fakten:

PSI Software

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  • Warburg Pincus hält über 82 Prozent der PSI-Anteile
  • E.ON bleibt mit 17,77 Prozent strategischer Partner
  • Streubesitz faktisch ausgetrocknet (< 1 Prozent)
  • Nachfrist endete am 2. Januar 2026

Neue Machtverhältnisse bei PSI Software

Die Übernahmesaga, die im Oktober 2025 begann, hat einen entscheidenden Wendepunkt erreicht. Mit über 82 Prozent der Anteile verfügt Warburg Pincus über die qualifizierte Mehrheit und kann künftig wichtige Strukturmaßnahmen wie Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge im Alleingang durchsetzen.

E.ON hat seine Anteile nicht angedient und unterstützt weiterhin die Partnerschaft zur Weiterentwicklung der Energienetz-Software. Zusammen kontrollieren die beiden Großaktionäre über 99 Prozent des Kapitals. Der Free Float ist damit praktisch nicht mehr existent.

Der Angebotspreis von 45 Euro enthielt eine Prämie von rund 84 Prozent auf den unbeeinflussten Kurs vom Oktober 2025. Das Management und der Aufsichtsrat hatten das Angebot von Anfang an befürwortet. Warburg Pincus begründete den Einstieg mit dem Ziel, das Wachstum zu beschleunigen und die Transformation zum SaaS-Geschäftsmodell voranzutreiben.

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Was verbliebene Aktionäre erwartet

Die nächsten Schritte dürften weitreichende Konsequenzen für die Minderheitsaktionäre haben. Ein Delisting-Antrag erscheint wahrscheinlich, da Warburg Pincus die regulatorischen Berichtspflichten und Kosten reduzieren könnte.

Langfristig ist ein Squeeze-Out das logische Endspiel. Da Warburg Pincus und E.ON gemeinsam über 95 Prozent der Anteile halten, können sie die verbliebenen Aktionäre zwangsweise gegen eine Barabfindung aus dem Unternehmen drängen. Die Höhe dieser Abfindung müsste durch ein Gutachten ermittelt werden und orientiert sich erfahrungsgemäß am ursprünglichen Übernahmepreis.

Mit dem Ende der Nachfrist verliert die PSI-Aktie ihre wichtigste Kursstütze. Der Handel dürfte zum Wochenstart deutlich an Liquidität verlieren. Für Anleger, die das Angebot nicht angenommen haben, beginnt eine Phase rechtlicher Abfindungsspekulationen, losgelöst vom operativen Geschäft des Unternehmens.

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