Puma Aktie: Anta am Ruder
Anta ist Pumas größter Aktionär; der Sportkonzern soll unabhängig bleiben, konkrete Kooperationsvorhaben sind bislang nicht benannt.

Kurz zusammengefasst
- Artémis gibt Puma-Beteiligung vollständig ab
- Anta zahlte im Januar 35 Euro je Aktie
- Puma bleibt laut Unternehmen unabhängig geführt
- Zusammenarbeitspläne sind noch nicht konkretisiert
Der chinesische Sportartikelkonzern Anta Sports ist ab sofort größter Aktionär von Puma. Die Übernahme jenes Pakets, das zuvor die französische Holding Artémis hielt, ist abgeschlossen. Für den Herzogenauracher Konzern beginnt damit ein neues Kapitel mit einem finanzstarken Ankerinvestor.
Anta übernimmt das Pinault-Paket
Das Aktienpaket umfasst 29,06 Prozent der Anteile. Artémis hat sich damit vollständig von Puma getrennt. Anta bezahlte im Januar 35 Euro je Aktie. Die genaue Höhe der Beteiligung geben die Unternehmen bislang nicht bekannt, sie liegt aber etwas über der Marke von 29,06 Prozent.
Am Markt kam die Nachricht ordentlich an. Die Aktie notierte zeitweise rund 1,5 Prozent höher bei 22,49 Euro. Der Abstand zum Preis, den Anta gezahlt hat, bleibt dennoch gewaltig. Er verdeutlicht, wie tief Puma mitten im laufenden Konzernumbau steckt.
Unabhängigkeit als Kernbotschaft
Puma betont, weiterhin als unabhängig geführtes Unternehmen zu agieren. Anta habe seinen „uneingeschränkten Respekt“ für Markenidentität, Unternehmenskultur und Markenautonomie zum Ausdruck gebracht. Das Signal richtet sich erkennbar an Mitarbeiter, Handelspartner und Investoren, die einen Durchgriff des neuen Großaktionärs fürchten könnten.
Konzernchef Arthur Höld nennt das langfristige Engagement einen „großen Vertrauensbeweis in unsere Strategie, unser Managementteam und unsere Zukunft“. Anta-Chairman Ding Shizhong spricht von „vollem Vertrauen“ in das Management. Gleichzeitig wolle man Erfahrung und Kompetenz der Anta-Gruppe einbringen, um das Wachstum zu unterstützen.
Konkrete Pläne für eine Zusammenarbeit, etwa in China oder bei der Beschaffung, nennen beide Seiten bislang nicht. Marktbeobachter dürften deshalb genau darauf achten, ob Anta seine Beteiligung weiter aufstockt und wie die genaue Quote offengelegt wird. Solange Puma am Kapitalmarkt rund ein Drittel unter dem Einstiegspreis des neuen Ankeraktionärs notiert, bleibt dieser Preis die zentrale Messlatte für jede Erholung.
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