Puma Aktie: China-Deal zündet Rally

Der chinesische Sportartikelhersteller Anta Sports erwirbt knapp 30 Prozent der Puma-Anteile zu einem Preis, der 62 Prozent über dem aktuellen Kurs liegt. Der Einstieg wird als strategische Allianz und Vertrauensbeweis gewertet.

Kurz zusammengefasst:
  • Anta Sports zahlt 35 Euro je Puma-Aktie
  • Deal liegt deutlich über aktuellem Börsenwert
  • Neuer Großaktionär strebt Aufsichtsratsmandate an
  • Restrukturierung des DAX-Konzerns läuft weiter

Der krisengeschüttelte Sportartikelhersteller aus Herzogenaurach hat einen neuen Großaktionär. Der chinesische Branchenriese Anta Sports sichert sich knapp 30 Prozent der Anteile und zahlt dafür einen Preis, der weit über dem aktuellen Börsenwert liegt. Ist dieser massive Vertrauensbeweis der Startschuss für die erhoffte Wende beim angeschlagenen DAX-Konzern?

Die Fakten zum Einstieg:
* Käufer: Anta Sports (China)
* Verkäufer: Artémis (Investmentgesellschaft der Familie Pinault)
* Anteil: 29,06 Prozent
* Kaufpreis: 35 Euro je Aktie (1,5 Milliarden Euro gesamt)
* Prämie: 62 Prozent auf den Kurs vor Bekanntgabe

Puma

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Massive Prämie als Signal

Der Einstieg von Anta erfolgt zu Konditionen, die aufhorchen lassen. Während die Puma-Aktie aktuell bei 23,35 Euro notiert, legen die Chinesen 35 Euro pro Papier auf den Tisch. Diese Differenz verdeutlicht, welches Potenzial der neue Ankeraktionär in der Marke sieht. Analysten von Morningstar werten die hohe Bewertung als Bestätigung ihrer Einschätzung und sehen den fairen Wert der Aktie sogar bei 39 Euro.

Marktbeobachter interpretieren den Schritt als strategische Allianz. Anta erhält Zugang zu westlichen Märkten, während Puma von der Vertriebsmacht des neuen Partners in China profitieren könnte – einer Region, in der die Deutschen bislang weniger als zwei Prozent Marktanteil halten.

Knapp unter der Übernahmeschwelle

Anta hat den Anteil präzise kalkuliert: Mit 29,06 Prozent bleiben die Chinesen knapp unter der Schwelle von 30 Prozent, die nach deutschem Aktienrecht ein Pflichtübernahmeangebot an alle Aktionäre auslösen würde. Eine vollständige Übernahme ist laut Unternehmensangaben vorerst nicht geplant. Stattdessen strebt der Konzern Sitze im Aufsichtsrat an, um Einfluss auf die strategische Ausrichtung zu nehmen.

Volatilität bleibt hoch

Trotz der positiven Nachrichten bleibt die Skepsis am Markt spürbar. Zwar konnte sich das Papier mit einem Plus von 8,40 Prozent auf Wochensicht deutlich vom 52-Wochen-Tief bei 15,48 Euro lösen, doch der Abstand zum Deal-Preis von 35 Euro bleibt gewaltig. Die hohe annualisierte Volatilität von über 100 Prozent zeigt, wie nervös die Anleger weiterhin agieren.

Das Unternehmen befindet sich mitten in einer schmerzhaften Restrukturierung. CEO Arthur Hoeld, der das Ruder im Juli 2025 übernahm, hat ein Sparprogramm verordnet, das den Abbau von 900 Stellen umfasst. Das Jahr 2025 wurde offiziell als „Jahr des Resets“ ausgerufen, nachdem der Aktienkurs in den vergangenen zwölf Monaten rund 25 Prozent an Wert eingebüßt hatte.

Druck auf die Konkurrenz

Der Einstieg von Anta verschiebt auch die Kräfteverhältnisse in der Branche. Experten der UBS warnen, dass der Wettbewerbsdruck auf Adidas sowohl in Europa als auch in Asien steigen dürfte. Anta gilt als operativ starker Akteur, der bereits Marken wie Amer Sports erfolgreich weiterentwickelt hat.

Ob die Restrukturierung bei Puma operativ greift, wird sich am 26. Februar zeigen. Dann präsentiert das Management die Zahlen für das vierte Quartal, die erstmals konkrete Hinweise auf den Erfolg des Umbaus liefern werden.

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