Bei dem Sportartikelhersteller aus Herzogenaurach prallen derzeit Wunsch und Wirklichkeit aufeinander. Während chinesische Interessenten laut Berichten um den Einstieg buhlen, klafft eine gewaltige Lücke zwischen dem Börsenkurs und den Preisvorstellungen des Großaktionärs. Ein frisches Analysten-Update gießt nun Öl ins Feuer und stützt die These, dass der Konzern an der Börse deutlich unterbewertet ist.
Die wichtigsten Fakten:
* Schlusskurs: 22,47 €
* Performance 7 Tage: -7,80 %
* Abstand 200-Tage-Linie: +6,91 %
* RSI (14 Tage): 73,2 (Überkauft)
Massive Preisdiskrepanz
Im Zentrum des Geschehens steht das Interesse des chinesischen Konkurrenten Anta Sports an dem 29-Prozent-Paket der Investmentgesellschaft Artémis, hinter der die Familie Pinault steht. Doch die Verhandlungen gleichen einem zähen Ringen: Während die Verkäuferseite Berichten zufolge einen Preis von über 40 Euro je Aktie anstrebt, handelte das Papier gestern bei lediglich 22,47 Euro.
Diese Diskrepanz von fast 100 Prozent verdeutlicht die Skepsis des Marktes, ob ein solcher Deal tatsächlich zustande kommt. Der jüngste Kursrücksetzer von fast 8 Prozent in der letzten Woche zeigt, dass erste Anleger bereits wieder Gewinne mitnehmen oder das Scheitern der Verhandlungen fürchten.
Analysten sehen verborgenen Wert
Die Privatbank Berenberg stellt sich in diesem Poker auf die Seite der Optimisten. Mit einer Bestätigung der Kaufempfehlung am 14. Januar untermauert das Institut indirekt die hohen Forderungen der Familie Pinault. Die Analysten verweisen auf einen immensen latenten Markenwert, der durch gestiegene Google-Suchanfragen und neue Produkte sichtbar werde. Das neue Management habe das Potenzial, diesen Schatz zu heben.
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Demgegenüber steht die operative Realität, auf die Bernstein Research hinweist: Die Verbrauchernachfrage im europäischen Einzelhandel schwächelt. CEO Arthur Hoeld hat 2025 nicht ohne Grund als „Reset-Jahr“ ausgerufen und einen Restrukturierungsplan angestoßen, der den Abbau von rund 900 Stellen vorsieht.
Charttechnik und Ausblick
Trotz der jüngsten Konsolidierung signalisiert der Relative-Stärke-Index (RSI) mit einem Wert von 73,2 weiterhin eine überkaufte Situation. Positiv ist jedoch, dass die Aktie noch immer gut 7 Prozent über dem wichtigen 200-Tage-Durchschnitt von 21,02 Euro notiert. Diese Marke dient nun als entscheidende Unterstützung, sollte die Übernahmefantasie kurzfristig abkühlen.
Fundamental wird es am 26. Februar 2026 ernst. Dann legt Puma die Zahlen für das vierte Quartal vor. Bis dahin bleibt der Kurs primär ein Spielball der Nachrichtenlage rund um Anta Sports und Artémis. Kommt es zu keiner Annäherung beim Preis, droht eine Rückkehr zur rein operativen – und damit nüchterneren – Bewertung.
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