Die französische Pinault-Familie erwägt offenbar den Verkauf ihrer 29-prozentigen Puma-Beteiligung – und lässt damit die Aktie des angeschlagenen Sportartikelherstellers regelrecht explodieren. Nach dramatischen Verlusten von über 60 Prozent in zwei Jahren könnte ausgerechnet ein Ausstieg des größten Aktionärs die Rettung bedeuten. Doch was steckt wirklich hinter diesem überraschenden Wendepunkt?
Milliardärs-Familie zieht die Reißleine
Bloomberg berichtete, dass die Pinault-Familie über ihre Holding Artémis bereits potenzielle Käufer für ihre Puma-Anteile kontaktiert haben soll. Die Nachricht sorgte für einen spektakulären Kurssprung von bis zu 18 Prozent an einem einzigen Handelstag.
Der Zeitpunkt ist brisant: Bei einem aktuellen Börsenwert von nur noch 2,8 Milliarden Euro scheint selbst den langjährigen Eigentümern das Vertrauen in eine schnelle Erholung zu schwinden. Die Familie, die auch den Luxusriesen Kering kontrolliert, steht unter Druck wegen hoher Verschuldung durch Diversifizierungsbemühungen im gesamten Portfolio.
Führungschaos und Prognoseschock
Die Verkaufsspekulationen treffen Puma in einer extrem schwierigen Phase:
- Management-Karussell: CEO Arthur Hoeld übernahm erst im Juli von Arne Freundt, der nach nur zweieinhalb Jahren wegen „unterschiedlicher Strategieansichten“ gehen musste
- Düstere Zahlen: Im zweiten Quartal brach der Umsatz um 2 Prozent auf 1,94 Milliarden Euro ein
- Prognosekorrektur: Im Juli musste die Jahresprognose 2025 deutlich gesenkt werden
Zusätzlich stieg im September Andreas Hubert als neuer COO ein – bereits der zweite große Personalwechsel in diesem Jahr.
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Hoffnung auf den „weißen Ritter“?
Warum reagiert der Markt so euphorisch auf mögliche Verkaufspläne? Analysten sehen Chancen, dass ein neuer strategischer Investor frisches Kapital und innovative Ideen einbringen könnte. Im brutalen Konkurrenzkampf gegen Nike und Adidas braucht Puma dringend neue Impulse.
Die Aktie notiert nach dem jüngsten Sprung wieder über der psychologisch wichtigen 20-Euro-Marke – ein kleiner Hoffnungsschimmer nach dem dramatischen Absturz von einst über 53 Euro.
Ob sich die Spekulationen konkretisieren, bleibt abzuwarten. Die nächsten Quartalszahlen am 30. Oktober dürften zeigen, ob Puma operativ die Wende schaffen kann – mit oder ohne neue Eigentümer.
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